Blick ins All
Pfaffenhofen/Oslo (DK) Bei einem Galaabend in Oslo hat der norwegische König Harald V. den Kavli-Preis 2010 verliehen – für herausragende Forschungsarbeiten in Neurowissenschaften, Astrophysik und Nanotechnologie. Unter den Preisträgern ist der im Landkreis Pfaffenhofen lebende Astrophysiker Raymond Wilson.
Im Fachgebiet Astrophysik teilt sich Raymond Wilson (82) die Auszeichnung mit den US-Wissenschaftlern Jerry Nelson und Roger Angel, die nach Überzeugung der Jury ebenfalls bahnbrechende Arbeit bei der Entwicklung von Teleskopen geleistet haben.
Der Kavli-Preis wird seit 2008 alle zwei Jahre von der Norwegischen Akademie der Wissenschaften, der Kavli-Stiftung und dem norwegischen Ministerium für Bildung und Forschung verliehen und versteht sich in den Fachgebieten Hirnforschung, Astrophysik und Nanowissenschaft als "Ergänzung" zu den Nobelpreisen. Der Preis ist in jeder der drei Sparten mit umgerechnet 800 000 Euro dotiert.
Der Kavli-Preis ist nach seinem Stifter benannt, dem aus Norwegen stammenden Unternehmer und Philanthropen Fred Kavli (83), der in den USA die Kavlico-Corporation gegründet hat, einen der führenden Hersteller von Sensoren für Luftfahrt, Fahrzeugtechnik und industrielle Anwendungen. Fred Kavli war selbst bei dem Festakt in der Konzerthalle in Oslo dabei.
Von Isolde Asbeck

