Wie am Nachmittag bekannt wurde, sollen in Eichstätt 250 Arbeitsplätze abgebaut werden. Auch am Standort Wipperfürth ist demnach mit Personalabbau zu rechnen. Von Ledvance gab es zunächst keine Stellungnahme zu den Plänen. Am Montag wurden die Mitarbeiter an den Standorten informiert. Osram hatte seine im Jahr 2016 Ledvance getaufte Lampensparte zum 1. März 2017 für mehr als 400 Millionen Euro an ein Konsortium um den chinesischen Investor MLS verkauft.



„Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen müssen definitiv ausgeschlossen werden“, forderte Willi Sattler, der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrat, in Augsburg, wo 650 Jobs wegfallen soll. Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Andreas Jakob kritisierte, es würden keinerlei Alternativvorschläge zu einem Kahlschlag-Szenario gemacht. In Berlin sollen 220 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Der dortige Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Klaus Abel, meinte, es sei „offensichtlich, dass es MLS durch den Kauf von Ledvance nur darum ging, sich einen Marktzugang nach Deutschland und Europa zu sichern“.