Nach dem Skandal um Abgas-Tierversuche haben sich die Grünen einem Zeitungsbericht zufolge in Brandbriefen an die Chefs mehrerer Autokonzerne gewandt. Dieselmotor eines VW
Nach dem Skandal um Abgas-Tierversuche haben sich die Grünen einem Zeitungsbericht zufolge in Brandbriefen an die Chefs mehrerer Autokonzerne gewandt.
© 2018 AFP

Nach dem Skandal um Abgas-Tierversuche haben sich die Grünen einem Zeitungsbericht zufolge in Brandbriefen an die Chefs mehrerer Autokonzerne gewandt. In den Schreiben an BMW-Chef Harald Krüger, Daimler-Chef Dieter Zetsche und VW-Chef Matthias Müller fordern sie Aufklärung und rasche Konsequenzen, wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" am Freitag berichtete.

Die Versuche mit Rhesusaffen in den USA hätten "die Öffentlichkeit schockiert", heißt es demnach in den Briefen der Grünen-Politiker Kerstin Andreae und Oliver Krischer. Die Konzernchefs trügen daran "eine große Mitverantwortung".

Ende Januar waren Versuche mit Affen in den USA bekannt geworden. Die Tests in Auftrag gegeben hatte die von deutschen Autoherstellern gegründete Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT). Später wurde bekannt, dass sie auch Tests mit Menschen finanzierte. Die EUGT wurde im Sommer 2017 aufgelöst.

Die Grünen wollen der "Rheinischen Post" zufolge nun von den Autokonzernen wissen, warum über einen längeren Zeitraum Tests mit Affen vorgenommen wurden, ohne dass hier eingeschritten wurde. "Wie wollen Sie verhindern, dass es in Zukunft ähnliche Tests gibt?", heißt es demnach in den Schreiben.