Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland mit einem neuen Förderprogramm vorantreiben. Gebaut werden sollen bis zu 12.000 Normal- und 1.000 Schnellladepunkte, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Dobrindt will tausende neue Ladestationen für E-Autos fördern
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland mit einem neuen Förderprogramm vorantreiben. Gebaut werden sollen bis zu 12.000 Normal- und 1.000 Schnellladepunkte, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.
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Hundert Millionen Euro für tausende neue Ladestationen: Die Bundesregierung will den Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos in Deutschland vorantreiben. Entstehen solle eine "flächendeckende und bedarfsorientierte Ladeinfrastruktur", erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Montag. Angepeilt sind bis zu 12.000 Normal- und 1000 Schnellladepunkte, die mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Dafür sind dem Verkehrsministerium zufolge Fördergelder in Höhe von 100 Millionen Euro vorgesehen. "Mit unserem Förderprogramm bringen wir Ladesäulen in die Fläche und den Strom zu den E-Autos", erklärte Dobrindt. Parallel dazu werde der Aufbau der Ladeinfrastruktur auf den Autobahnraststätten vorangetrieben.

Neue Förderanträge für E-Ladestationen können dem Ministerium zufolge ab Donnerstag gestellt werden. Der Aufruf endet am 30. Oktober. Anträge einreichen können private Investoren, Städte und Gemeinden. Die Förderung umfasst bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten, die Errichtung der Ladesäule, den Netzanschluss und die Montage.

Allerdings müssen für eine Förderung auch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Erforderlich ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und zudem mit Strom aus regenerativen Energien betrieben werden.?

Der neue Förderaufruf ist Teil des Bundesprogramms "Ladeinfrastruktur". Dafür sollen insgesamt 300 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Bislang hat die Bundesregierung hat nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums bislang Anträge von rund 6000 Ladesäulen für Elektroautos bewilligt. Darunter sind 5087 Normalladepunkte und 920 Schnellladepunkte. Über die Zahlen hatte zuvor bereits die "Passauer Neue Presse" berichtet.

Für die bisherige Förderung wurden bislang 27 Millionen bereitgestellt. Die größten Summen davon flossen in die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Angesichts des Abgasskandals und der Debatte um mögliche Fahrverbote in Innenstädten gibt es vermehrt Forderungen, die Elektromobilität in Deutschland attraktiver zu machen. Bislang sind Elektroautos vergleichsweise wenig nachgefragt - unter anderem wegen des hohen Preises, fehlender Ladesäulen und einer geringen Reichweite der Autos.