Die Neuwagenverkäufe in der EU sind im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Im August kletterten die Neuzulassungen um 5,6 Prozent, wie der europäische Herstellerverband (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Neuwagen in Bremerhaven
Die Neuwagenverkäufe in der EU sind im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Im August kletterten die Neuzulassungen um 5,6 Prozent, wie der europäische Herstellerverband (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte.
© 2017 AFP

Die Neuwagenverkäufe in der EU sind im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Im August kletterten die Neuzulassungen um 5,6 Prozent, wie der europäische Herstellerverband (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Insgesamt wurden mehr als 865.000 Neuwagen zugelassen. Während der Diesel-Anteil erneut sank, legten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben deutlich zu.

"Der Neuwagenabsatz ist inzwischen wieder auf Vorkrisenniveau", erklärte Peter Fuß von der Beratungsgesellschaft EY. In diesem Jahr werde wieder annähernd das Niveau der Jahre 2006 und 2007 erreicht. Wachstumstreiber seien derzeit die von der zurückliegenden Absatzkrise besonders betroffenen Länder Italien und Spanien, wo immer noch Aufholpotenzial bestehe, sowie die osteuropäischen Länder.

Der Negativtrend beim Absatz von Diesel-Neuwagen hielt indes an: Auf den fünf größten Absatzmärkten ? Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien ? sanken die Neuzulassungen im August insgesamt um knapp sieben Prozent. Der Absatz von Neuwagen mit einem Elektro- oder Hybridantrieb stieg in den Ländern hingegen deutlich: um 74 Prozent auf insgesamt gut 27.500 Fahrzeuge. Der Marktanteil der beiden Antriebsformen liegt damit nun bei 4,7 Prozent.

Die Autobranche stellt derzeit in Frankfurt am Main ihre neuen Modelle vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet dort am Donnerstagvormittag offiziell die Internationale Automobil-Ausstellung IAA. Schwerpunkte sind in diesem Jahr unter anderem die Digitalisierung und die Elektromobilität. Überschattet wird die Messe vom Dieselskandal sowie von drohenden Fahrverboten.