Neue Labels für Energieeffizienz
Energie-Labels sollen auf einen Blick deutlich machen, ob Kühlschrank oder Herd, Waschmaschine oder Gefrierschrank wenig oder viel Energie verbrauchen. Seit ihrer Einführung in den 90er Jahren hat sich der allgemeine Geräte-Standard so verbessert, dass heute die meisten Produkte der A-Klasse angehören.
Das EU-Label soll weiterhin die Geräte in unterschiedliche Energieeffizienzklassen unterteilen, die bestimmten Farbbalken zugeordnet sind. Dabei steht die Farbe "Grün" für besonders geringen Energieverbrauch, die Farbe "Rot" für "energiefressende" Geräte. Die wenig aussagekräftigen A+- und A++-Klassifizierungen fallen weg.
Stattdessen wird es zum Beispiel für Kühlgeräte die neuen Kennzeichnungen A-20%, A -40%, A-60% und A-80% geben. Sie zeigen den Verbrauchern, dass das jeweilige Gerät 20, 40, 60 oder 80 Prozent weniger Energie verbraucht als ein vergleichbares in der Energieeffizienzklasse A. Die Informationen zum jährlichen Energieverbrauch, dem Fassungsvermögen und der Geräuschemissionen bleiben auch zukünftig erhalten. Zudem soll nach dem EU-Beschluss erstmals auch der Energieverbrauch von Fernsehern gekennzeichnet werden.
Umweltschutzverbände hatten seit langem gefordert, die Effizienzstandards für die A-Klasse anzuheben und alle Geräte, die die neuen Vorgaben nicht erfüllen, herabzustufen. Dagegen liefen aber die Hersteller Sturm – mit Erfolg. Das Ergebnis: Bis zum 1. Juli 2010 müssen nun alle Geräte der Energieklassen B, C und niedriger vom Markt verschwinden. Kühlschränke und Gefriertruhen dürfen ab dem 1. Juli 2012 nur noch verkauft werden, wenn sie der heutigen Effizienzklasse A+ entsprechen. Die Standards für Waschmaschinen der Klasse A werden dagegen nur geringfügig verschärft. Hersteller, die die Standards übertreffen, können dies mit der neuen Prozentangabe kenntlich machen. Die praktisch hinfälligen Effizienzklassen B bis G sollen trotzdem auf den Etiketten stehen bleiben. Die Folge: Jedes Gerät der Klasse A nimmt in der Skala optisch einen guten Platz ein – auch wenn es sich nach heutigen Maßstäben um einen Stromschlucker handelt.
Bei der neuen Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Fernsehern soll es dagegen tatsächlich noch eine Abstufung von A bis G geben. Das liegt daran, dass die Effizienzstandards jetzt erst eingeführt werden. Ab 1. Juli 2010 dürfen nur noch Fernseher verkauft werden, deren Energieverbrauch unter dem aktuellen Durchschnitt liegt. Zum 1. April 2012 wird diese Vorgabe noch einmal verschärft. DK/AP
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