Verkehrskontrollen: Mehr Akzeptanz für Radaranlagen schaffen
Geblitzt wird nur, wer zu schnell fährt und sich selbst und andere gefährdet. - Foto: DVR
Verkehrskontrollen

Dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ist es daher wichtig, bei Verkehrsteilnehmern Akzeptanz für Überwachungsmaßnahmen, insbesondere auch Radarkontrollen, zu schaffen. Schließlich wird niemand, der sich an die Verkehrsregeln hält, zur Kasse gebeten.

Der soeben veröffentlichte Blitzatlas 2017 des Vereins Mobil in Deutschland stelle "Blitzen" als Einnahmequelle für Kommunen, Städte und Länder dar und unterstellt, dass die Verkehrssicherheit nicht immer das entscheidende Kriterium für "Radarfallen" sei. Die Auswertungen des Vereins basierten auf nicht repräsentativen Meldungen einer Internet-Blitzer-Community, auf Hochrechnungen und punktuellen Abgleichen mit den Top 10 der unfallträchtigen Straßen in vier untersuchten Großstädten.

Tatsächlich spielten bei Überwachungsmaßnahmen beziehungsweise der Auswahl der Standorte durch die Polizei unterschiedliche Kriterien der Unfallprävention eine Rolle. Überschneidungen zwischen der Häufigkeit von Blitzern und der Anzahl von Verkehrsunfällen sind keinesfalls immer und allein maßgeblich für die Wirksamkeit der Maßnahmen. Ein Gesamtkonzept der Überwachungsmaßnahmen werde zum Beispiel in Bezug auf Radaranlagen immer auch einen "Gewöhnungseffekt" beziehungsweise "Überraschungseffekt" für die Verkehrsteilnehmer berücksichtigen. Auch Unfallschwerpunkte, die bereits entschärft wurden, würden gegebenenfalls zunächst weiterhin untersucht oder überwacht.

Der DVR weist darauf hin, dass "unangepasste Geschwindigkeit" die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge ist. Die konsequente Beachtung von Tempolimits ist daher maßgeblich für die Vermeidung schwerer Verkehrsunfälle. ‹Œoh