Der US-Bundesstaat Kalifornien hat den Weg für Straßentests autonomer Fahrzeuge ohne einen Menschen an Bord freigemacht. Selbstfahrendes Auto bei der Automesse IAA
Der US-Bundesstaat Kalifornien hat den Weg für Straßentests autonomer Fahrzeuge ohne einen Menschen an Bord freigemacht.
© 2017 AFP

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat den Weg für Straßentests autonomer Fahrzeuge ohne einen Menschen an Bord freigemacht. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, könnten die neuen Vorgaben im kommenden Jahr in Kraft treten. Geändert wurde demnach ein Passus, wonach auch bei selbstfahrenden Autos immer ein Fahrer mit einer gültigen Fahrerlaubnis auf dem Fahrersitz sitzen muss, um im Notfall eingreifen zu können.

Die Fahrzeugbehörde des Bundesstaates erklärte zur Begründung des Schritts, so würden mögliche unnötige Hindernisse bei der Weiterentwicklung der Technologie beseitigt. Auch US-Verkehrsminister Brian Kelly zeigte sich "erfreut", dass die womöglich lebensrettende Technologie selbstfahrender Autos in Kalifornien nun vorangebracht werden könne. Der DMV zufolge haben derzeit bereits 42 Firmen eine Erlaubnis, autonome Fahrzeuge auf Kaliforniens Straßen zu testen.

Die Erlaubnis, dass die Technologie nun in absehbarer Zeit auch ohne Menschen an Bord getestet werden darf, erfreut allerdings nicht jeden: Die Aktivistengruppe Consumer Watchdog warnte davor, dass Technologiefirmen und Autobauer Kaliforniens Straßen damit als "private Labore" benutzen und die Sicherheit auf den Straßen gefährden könnten. Da landesweite spezifische Regeln für selbstfahrende Autos fehlten, sei der Staat Kalifornien in der Pflicht, "uns zu beschützen", erklärte John Simpson von der Organisation.