Der US-Autohersteller General Motors (GM) kann nach eigenen Angaben mit der Massenfertigung autonomer Autos beginnen. Kyle Vogt, Chef der GM-Abteilung Cruise Automation
Der US-Autohersteller General Motors (GM) kann nach eigenen Angaben mit der Massenfertigung autonomer Autos beginnen.
© 2017 AFP

Der US-Autohersteller General Motors (GM) kann nach eigenen Angaben mit der Massenfertigung selbstfahrender Autos beginnen. Die Fahrzeuge würden in einem "Werk mit hohen Stückzahlen" gebaut werden, wo "hunderttausende" Autos pro Jahr vom Band laufen könnten, erklärte der Chef der GM-Abteilung Cruise Automation, Kyle Vogt. Voraussetzung seien behördliche Regeln für das autonome Fahren.

Vogt stellte am Montag die dritte Version des von Cruise Automation entwickelten Autos vor, mit Teilen des Elektroautos Chevrolet Bolt, das GM bereits seit mehr als einem Jahr im autonomen Fahrbetrieb testet. "Es geht hier nicht um ein Konzeptauto" - das von Cruise Automation entwickelte Auto habe "Airbags, Knautschzonen und bequeme Sitze", erklärte Vogt. "Es ist das erste Auto, das die Voraussetzungen erfüllt, ohne Fahrer zu fahren. Es gibt nichts Vergleichbares."

In einigen Wochen sollen die ersten dieser Autos in San Francisco herumfahren, kündigte Vogt an - zunächst aber mit einem Fahrer am Lenkrad. Der Start des weltweit ersten autonomen Autos aus Massenfertigung werde ein Durchbruch sein - "aber wir sind noch nicht über die Ziellinie". Vogts Start-up wurde 2016 von GM übernommen.

Das US-Repräsentantenhaus hatte vergangene Woche grünes Licht für ein Gesetz gegeben, das selbstfahrenden Autos in den USA weiter den Weg ebnen soll. Der Senat muss der Vorlage noch zustimmen, bevor das Gesetz von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden könnte. Der "Self Drive Act" soll einzelne Bundesstaaten in den USA daran hindern, restriktive Regeln für selbstfahrende Autos zu erlassen. Dadurch soll es für die Hersteller einfacher werden, ihre Fahrzeuge landesweit auf die Straße zu bringen.