Die VW-Eigentümer Porsche und Piëch haben sich gegen den Verkauf von Unternehmensteilen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. "Keine Notwendigkeit"
Die VW-Eigentümer Porsche und Piëch haben sich gegen den Verkauf von Unternehmensteilen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen.
© 2017 AFP

Die VW-Eigentümer Porsche und Piëch haben sich gegen den Verkauf von Unternehmensteilen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. "Aktuell sehe ich keine Notwendigkeit, sich von Teilen des Konzerns zu trennen", sagte Wolfgang Porsche, Sprecher Familienclans Porsche und Piëch, dem "Spiegel" am Rande der Automesse IAA in Frankfurt am Main. "Das steht derzeit nicht im Fokus. Das Thema ist im Aufsichtsrat auch noch nicht behandelt worden."

Auch sein Cousin Hans Michel Piëch sagte dem "Spiegel": "Ich bin mit der jetzigen Struktur zufrieden." Wenn es Vorschläge für Abspaltungen von Seiten der Konzernspitze gebe, "schauen wir uns das an".

Volkswagenchef Matthias Müller hatte dem "Wall Street Journal" in der vergangenen Woche gesagt, der Konzern treibe den geplanten Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensbereichen aktiv voran. Die geplanten Verkäufe machten ein Volumen von bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes von Volkswagen aus.

Wolfgang Porsche sagte dem "Spiegel", es gebe wichtigere Themen. Es sei vorerst zentral, dass der mit den Arbeitnehmervertretern für die Marke VW ausgehandelte Zukunftspakt in allen Bereichen umgesetzt werde. "Wir sollten den Fokus auf die Profitabilität des Konzerns richten. Die Marke VW hat zwischenzeitlich viel erreicht, aber man darf jetzt nicht nachlassen."