Montag, 15.03.2010 |

 

28.12.2007 21:06 Uhr | 210x gelesen
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"Vielleicht gibt’s sieben Leichen"


Bild:

Thanham (DK) Der deutsche Schauspieler Benno Fürmann (35) spielt in "Kaifeck Murder" eine der Hauptrollen. Im Gespräch mit Cordelia Hiller gestand er, sich mit dem tatsächlichen Hinterkaifeck-Mord kaum auseinander gesetzt zu haben.



Bild: Bleibt lieber unwissend: Schauspieler Benno Fürmann.

Herr Fürmann, was hat Sie am Thema Hinterkaifeck gereizt

Benno Fürmann: Naja, ungeklärte Mordfälle machen schon was mit der Fantasie. Und Hinterkaifeck macht auch immer noch etwas mit den Deutschen. Es gibt Bücher, Spekulationen und Wiederaufnahmen der Ermittlungen mit modernen Profiler-Methoden. Unser Drehbuch ist eine ganz eigene Interpretation des Falls.

Kannten Sie den Fall

Fürmann: Nein.

Wie haben Sie sich inhaltlich dann auf Ihre Rolle vorbereitet

Fürmann: Ich habe das Drehbuch gelesen. Mehrfach.

Und die anderen Bücher über Hinterkaifeck nicht

Fürmann: Nein. In dem Fall macht es Sinn, möglichst wenig zu wissen. Ich spiele jemanden, der nichts weiß, was eigentlich die schönste Vorlage für einen faulen Schauspieler ist. Fakt ist, sechs Leute wurden umgebracht. Fakt ist, vielleicht gibt es noch eine siebte Leiche – bei uns. Und das ist alles, was ich wissen muss.

Ihre Figur Marc gerät in den Sog der Vergangenheit. Ist Ihnen das privat auch schon passiert?

Fürmann: Ja, sicherlich: Déjà-vu-Erlebnisse, das Gefühl, schon einmal an einem Ort gewesen zu sein. Erlebnisse, die nichts mit dem jetzigen Moment zu tun haben, sondern irgendetwas ganz Tiefes in mir wachrufen oder stimulieren.

Zum Beispiel

Fürmann: Belassen wir es doch dabei.

Und bei Marc?

Fürmann: Bei ihm ist zum Beispiel auch das Traumwandeln ein riesiges Thema. Wenn man sich selber nicht mehr vertrauen kann, dann fängt für mich privat der Horror an.

Donaukurier


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