Unwetter richtet große Schäden an
Ingolstadt (dk) Im Dauereinsatz waren Feuerwehr, THW und Polizei gestern Abend nach dem Unwetter, das über Bayern und die Region gefegt ist. Insgesamt zählte die Integrierte Leitstelle mehr als 200 Einsätze. Es ereigneten sich mehrere Unfälle. Heute kam es wegen des Sturms im Bahnvekehr zu Verspätungen und Zugausfällen.
Dass es dennoch "richtig heftig" zugegangen sei, wie es der Chef der Integrierten Leitstelle, Karl Weißenberger, ausdrückte, liege in erster Linie an zahlreichen umgestürzten Bäumen. Schwerpunkte des Einsatzgebietes waren der Raum Pfaffenhofen und Neuburg. Jedoch auch im Stadtgebiet Ingolstadt und im Kreis Eichstätt waren Feuerwehr und THW zwischen 19 und 21 Uhr im Dauerstress.
Ein Fehlalarm am Ingolstädter Liebfrauenmünster kam noch dazu. Wie Wolfgang Hadersdorfer von der Berufsfeuerwehr Ingolstadt dem DONAUKURIER sagte, war ein vermeintlicher Brand am Dach des Münsters gemeldet worden. Das neue Kupferdach hatte sich im Licht gespiegelt und ausgesehen wie Feuer, so Hadersdorfer. Die Wehr rückte mit mehreren Einsatzkräften an.
Auch zahlreiche überflutete Keller sorgten in ganz Oberbayern für Einsätze der Feuerwehr. Am Abend war die Bundesautobahn A8 München – Stuttgart in Fahrtrichtung Stuttgart zwischen Adelzhausen und Odelzhausen wegen Überflutung gesperrt.

Das Werbebanner fürs Pfingstvolksfest heißt diesen Autofahrer auf der Adenauerbrücke auf ganz besondere Art willkommen. Der Sturm hat es aus der Verankerung gerissen. - Foto: Herbert
Im morgendlichen Berufsverkehr kam es heute auf Bahnstrecken vor allem im Donautal und in Niederbayern noch zu Behinderungen. Gesperrt war die Strecke Plattling-Dingolfing. Beeinträchtigt wurde auch der Verkehr im Bahnhof Landshut. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen unter anderem zwischen Günzburg, Ingolstadt und Regensburg.
Ursache waren Bäume, die im Gleis lagen, und durch den Sturm beschädigte Oberleitungen Der Nürnberger Hauptbahnhof war bis 5.40 Uhr fast vollständig stromlos. Es konnten nur wenige Züge pünktlich verkehren. Ursache war die Beschädigung einer Stromleitung bei einer Rangierfahrt. In München waren die S-Bahnverbindungen zum Flughafen wegen eines Notarzteinsatzes im Flughafenbahnhof bis 7 Uhr unterbrochen.
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