Wolnzach: Mit Lillifee und Darth Vader
Was der Schulalltag wohl alles bringen wird? Aufgeregt und auch ein wenig nachdenklich ließen diese Erstklässler die Begrüßung zum ersten Schultag in der Wolnzacher Preysinghalle auf sich wirken. - Foto: Trouboukis
Wolnzach

So ein erster Schultag hat es in sich. Da trifft man ganz neue Kinder, darf zum ersten Mal den schönen Schulranzen so richtig offiziell auf dem Rücken tragen und die Schultüte an sich drücken. Zum Teil kunstvoll gestaltet sind die Tüten, verziert mit Prinzessin Lillifee, fliegenden Pferden oder aber den Science-Fiction Stars um Darth Vader und Co. Was wohl drin ist in der Tüte? Eine Frage, die für die meisten Erstklässler gestern allerdings gar nicht so sehr im Vordergrund stand, zu viele andere Dinge gab es zu erleben. Die Lehrerin zum Beispiel. Wird sie wohl nett sein? Wie sieht sie aus? Und dann das Klassenzimmer. Wo werde ich sitzen? Was werde ich alles lernen?

Viele Fragen, auf die es zum Teil gleich gestern schon Antworten gab. Denn die größte Aufregung nahmen die Zweitklässler ihren Nachfolgern recht schnell: "Herzlich willkommen, ihr lieben Leute" begrüßten die 2 c und die 2 d ihre Nachfolger und verrieten in ihrem Lied Wesentliches zum Schulalltag: "Es gibt auch Pausen, da darf man springen, laufen, aber nicht raufen". Und die Kinder der 2 a und 2 b versicherten in ihrem Lied "Alle Kinder lernen lesen, Indianer und Chinesen." Schulleiterin Ute Zellhöfer stellte den Kindern und ihren nicht minder aufgeregten Eltern dann die Lehrerinnen vor: Die 117 Erstklässler - "die Zahl ist druckfrisch und erst zwei Minuten alt", so Zellhöfer, denn tatsächlich hatten sich kurzfristig noch Änderungen ergeben - werden in fünf Klassen aufgeteilt. Die Klasse 1 a übernimmt Manuela Führmann, die 1 b Renate Gilch, die 1 c Andrea Ottowitz, die 1 d Gudrun von Woisky und die 1 e Ursula Aigner. Die Klassleiterinnen riefen alle Kinder auf und marschierten mit ihnen in die Klassenzimmer. Ganz kurz durften Eltern, Omas, Opas und Verwandte dann dort noch dabei sein, dann wurden sie freundlich, aber bestimmt hinauskomplimentiert: Im Elterncafé im Pfarrheim durften alle Begleiter dann warten, bis der erste Schultag für die 117 Erstklässler dann um 10.35 Uhr zu Ende war. Etwas länger dauerte der erste Tag für die weiteren 275 Schüler der Klassen zwei bis vier, für sie endete der erste Schultag um 11.20 Uhr. Eine neue Schule brachte der Dienstag auch für die 32 Fünftklässler der Mittelschule. Sie werden in zwei Klassen betreut von ihren Klassleiterinnen Dagmar Lisson (5 a) und Silvia Zollner (5 b). Zweizügig laufen auch die sechste Jahrgangsstufe mit insgesamt 31 Schülern und die neunte Jahrgangsstufe mit 39 Schülern. Einzügig sind die Jahrgangsstufen acht und sieben, wobei die siebte Klasse mit 28 Schülern nur ganz knapp unter der Teilungsgrenze von 30 liegt. Die große Klassenstärke bringt laut Schulleiterin Gabriele Habicht aber einen Vorteil: "In Mathematik und Englisch können wir differenzierten Unterricht anbieten." Insgesamt besuchen 150 Schüler die Mittelschule Wolnzach.