Wolnzach: Ein Prosit auf das Handwerk
Sie heißen »Drunken Sailor« oder »Foundation« - mit ihren Craft-Bieren haben die Münchner Craft-Brauer Timm Schnigula (links) und Manuel Hanel (rechts) mit Stephan Barth (Mitte) bei der Barth-Hopfenakademie auf die Zukunft des Biermarktes angestoßen - Foto: oh
Wolnzach

Nach der Begrüßung durch Stephan J. Barth, einem der geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Barth, erklärten die beiden Brauer zunächst einmal, was Craft-Bier überhaupt bedeutet: Unter einer Craft-Brauerei verstehe man eine Brauerei, die eine große Anzahl von Biertypen herstellt – und zwar „auf handwerkliche Art und Weise“, erklärten sie. Neben ihrem eigenen Unternehmen Crew Republic gäbe es mittlerweile in Deutschland natürlich eine Vielzahl solcher Brauereien, oft steckten hinter ihnen junge, individuelle Bierfans, die es sich zum Lebensinhalt gemacht haben, durch Ausprobieren und Experimentieren aus besten Rohstoffen beste Biere zu brauen.

Trotzdem stecke dieser Markt in der Bundesrepublik noch in den Kinderschuhen. Während die Entwicklung dieser Bierszene in den USA über 30 Jahre gedauert hat, kenne man diesen Trend in Deutschland erst seit zwei bis drei Jahren. „Wir brauchen also noch ganz viel Geduld“, unterstrichen Timm Schnigula und Marie Hanel deshalb vor etwa 100 interessierten Zuhörern in Wolnzach immer wieder. Dennoch sind sich die Beiden sicher, dass sich auch die Bierszene in Deutschland und Europa ändern wird. „Bier wird in Zukunft als ein wertigeres Getränk wahrgenommen werden, das noch wesentlich vielfältiger werden wird als es das heute bereits ist“, sind die beiden Brauer überzeugt.

Nach dem Vortrag nutzten die Zuhörer die Gelegenheit, um zahlreiche Fragen an die Brauer zustellen. Und natürlich durfte eine Bierprobe am Ende nicht fehlen. So hatte jeder Besucher die Gelegenheit, sich selbst ein Geschmacksbild von den neuen Münchner Craft-Bieren zu machen. Ihr Fazit: „Schmeckt.“