Eine Klageschrift werde erst danach formuliert: "Das ist dann der zweite Schritt", so der Anwalt. In dieser Klagebegründung werde festgelegt, wo genau man ansetzen möchte und kann. Der Antragsgegner - in diesem Fall das Landratsamt - habe dann die Möglichkeit zur Erwiderung. Die Klageerhebung habe keine aufschiebende Wirkung, weil Sofortvollzug angeordnet ist, hieß es aus dem Landratsamt zum aktuellen Status. Laut Berreth bedeutet das, dass der Anlagenbetreiber Höckmeier jederzeit mit den Baumaßnahmen beginnen könne - trotz eingereichter Klageschriften. Denn bekanntermaßen hat auch der Bund Naturschutz Klage eingereicht. Dafür bittet er um Spenden (IBAN: DE 49 721 516 50 000 913 47 68, Zweck: Spende HMA Wolnzach-Eschelbach).

Ob der Baubeginn erfolgt - aktuell ist das noch nicht passiert - liege ganz im Ermessen des Anlagenbetreibers, erklärt der Jurist: "Das geschieht auf eigenes Risiko." Sollte aber den Klagen stattgegeben und der Genehmigungsbescheid aufgehoben werden, dann müsse er alles wieder zurückbauen. "Ob jemand das riskiert, wenn er weiß, dass Klageverfahren laufen, das mag ich nicht zu beurteilen", so Berreth.

Auch die Petition, eingereicht von der Bürgerinitiative "Pro Life Eschelbach" ist noch aktuell, wie Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger (Grüne) bestätigt: "Die Petition wird auf jeden Fall noch behandelt", sagt sie. Aber: "Ich habe bisher keinen Erfolg gehabt, Antworten auf meine Fragen zu bekommen." Sie bestehe darauf, die Pachtverträge einsehen zu dürfen, auch habe sie Fragen zum Arbeitsschutz, zum Abwasser und zur Erschließung. "Grundsätzlich habe ich ja schon kritisiert, dass der Landtag hier nicht ausreichend berücksichtigt wird", spielt Steinberger auf die Genehmigung der Maßnahme vor Abschluss der Petition an. "Deshalb werde ich nicht locker lassen, bis meine Fragen beantwortet sind."

Laut Landtagsabgeordnetem Karl Straub (CSU) soll die Petition Ende September behandelt werden.