Oberlauterbach: Wieder eine Baustelle geschafft
Ein Bild, das das Jahr 2016 in Oberlauterbach bestimmte: Maschinen und Bauarbeiter sind in der Mainburger Straße zugange. Die Ortsdurchfahrt, die Staatsstraße ist, wurde grundlegend saniert. Das nahm mehrere Monate in Anspruch: Start war im Juni, freigegeben wurde die Straße im November. - Foto: Archiv/Rebl
Oberlauterbach

Mehrere Monate bestimmten die Baumaschinen das Bild auf der Mainburger Straße als Ortsdurchfahrt - und auch das tägliche Leben in Oberlauterbach: Ende Mai fiel der Startschuss für die Grundsanierung der Staatsstraße 2049, freigegeben wurde die Ortsdurchfahrt dann Anfang November. Trotz Sperrungen und Umleitungen während dieser Zeit ist letztlich alles reibungslos abgelaufen, zieht der Oberlauterbacher Ortssprecher Engelbert Schretzlmeier (kleines Foto) Bilanz. Er lobt nicht nur die Baufirma, sondern auch die Anwohner: "Sie haben geduldig alles hingenommen." Und das, obwohl sie schon seit 2013 in Sachen Baustellen leidgeprüft sind: Wegen der Straßen- und Kanalarbeiten in der Dekan-Hofmeier-Straße, Angerstraße und im Kreuzungsbereich gab es über lange Zeiträume immer wieder kein Durchkommen.

Information ist laut Schretzlmeier in dieser Hinsicht alles: "Man muss halt reden", so der Ortssprecher. Genau das habe man getan und die Leute immer rechtzeitig über die nötigen Maßnahmen und damit verbundenen Sperrungen aufgeklärt. "Als Ortskundiger ist man außerdem immer durchgekommen", so Schretzlmeier. Kooperativ seien auch alle bei der Verlegung bestehender Freileitungen in den Boden im Zuge des Straßenbaus gewesen. Keine größeren Probleme habe es bei der Hopfenernte gegeben, zum Zeitpunkt des Erntebeginns war die Straße bereits asphaltiert und die Arbeiten verlagerten sich auf die Randbereiche, sodass die Fuhrwerke gut passieren konnten. Insgesamt wurde die Mainburger Straße auf einer Länge von 550 Metern ausgebaut - die Gemeinschaftsmaßnahme des Amts für Ländliche Entwicklung, des Markts Wolnzach und des Staatlichen Bauamts kostete 730 000 Euro.

Zwar hat der Straßenbau das vergangene Jahr in dem Ortsteil - er hat aktuell knapp 260 Einwohner - am meisten geprägt. Doch darüber hinaus ist in Oberlauterbach noch mehr passiert, gerade in baulicher Hinsicht. Die Auffangbecken Richtung Niederlauterbach und Mainburg - zwei noch offene Baustellen von 2015 - wurden im August fertiggestellt. Neu angelegt beziehungsweise vergrößert wurde das Wasserauffangbecken am Ortseingang von Wolnzach kommend.

Weichen gestellt wurden 2016 mit einigen Bauleitplanverfahren: Mit dem Abschluss der Innenbereichssatzungen "An der Angerstraße" und "An der Dekan-Hofmeier-Straße II" wurden die nötigen Voraussetzungen für zwei Einzelhäuser mit Garagen beziehungsweise für ein Einzelhaus geschaffen. Drei gemeindliche Baugrundstücke waren im Gebiet "An der Weinstraße", für das der Bebauungsplan im November abgeschlossen wurde, zu vergeben - sie standen im Einheimischenmodell zum Verkauf, die Bewerbungsfrist lief Ende Dezember aus. Attraktiv als Wohnort ist das Dorf nun auch wegen seiner verbesserten Bedingungen, was das schnelle Internet betrifft: Im Rahmen des zweiten Förderprogramms des Freistaats Bayern wurde der Ortsteil, ebenso wie Lehen, im vergangenen Jahr ausgebaut.

Die Landwirtschaft spielt in Oberlauterbach im Vergleich zu manch anderen Dörfern noch eine große Rolle, auch hier hat sich - so Engelbert Schretzlmeier rückblickend - 2016 einiges getan: Neben dem freiwilligen Landtausch, bei dem Flächen teils zusammengelegt und Feldwege neu und breiter gestaltet wurden, hat ein Oberlauterbacher Landwirt an dem Programm "Bodenständig" teilgenommen. Bei dieser landesweiten Initiative der Verwaltung für Ländliche Entwicklung geht es um Boden- und Gewässerschutz in Bezug auf Erosion. Es werden Maßnahmen ergriffen zur Verringerung des Bodenabtrags und zur Erhöhung der Versickerungsrate, bei erosionsgefährdeten Hopfengärten in Hanglage zum Beispiel durch Zwischenbegrünung.

"Etwas ruhiger" wird es nach dem ereignisreichen Jahr 2016 laut Engelbert Schretzlmeier heuer in Oberlauterbach zugehen. Nach vorne geschaut wird natürlich trotzdem, spricht er die Kanalarbeiten im Kühgrund und in der Wendelinstraße an. Auch die Umplanung des Kirchenbereichs werde in Zukunft beschäftigen. Das alles allerdings erst ab etwa 2018, meint der Ortssprecher. "Es gibt also weiterhin viel Arbeit."