Nachbarschaftshilfe Wolnzach
Wirler
Wolnzach

"Wir verändern uns eigentlich ständig." Eva Wirler ist Sprecherin der Wolnzacher Nachbarschaftshilfe und wenn sie die Arbeit in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern beschreibt, dann muss sie weit ausholen. 27 Jahre weit, sozusagen, denn so lange gibt es die Nachbarschaftshilfe in Wolnzach schon. Einige Aufgabenfelder haben sich seither verändert, andere sind neu dazugekommen. "Mittlerweile ist es natürlich so, dass die Arbeit des Asylhelferkreises einen breiten Raum einnimmt, was die geleisteten Stunden betrifft", sagt Wirler. Das sei auch Thema der Versammlung gewesen, mit der die Nachbarschaftshilfe das alte Jahr vor wenigen Wochen beendet hat.

Die vielen dort geleisteten Stunden seien zwar mittlerweile nicht mehr so neu, erkennbar sei aber eine Verschiebung der Aufgaben: Mittlerweile nehme die Alltagsbegleitung der Flüchtlinge - Wohnungs- oder Arbeitsplatzbesuche, Unterstützung bei Behördengängen und natürlich die Sprachbegleitung - einen breiten Raum ein. "Hier hat sich ein richtiges Netzwerk gebildet, wo viele Menschen zusammenwirken", sagt Wirler. Überhaupt könne sich die Nachbarschaftshilfe in allen Tätigkeitsfeldern auf engagierte und selbst organisierte Helfer verlassen. Eine feste Grundsäule der Nachbarschaftshilfe, die praktisch seit den Anfangsjahren stehe, sei der Kinderpark oder die Eltern-Kindgruppen, die sich stetigen Zulaufs erfreuten. Auch so eine feste Größe ist das Schulpatenprojekt mit ihrer Organisatorin Stefanie Stampfer und ebenfalls ein solches war die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung, die es seit Eröffnung der Offenen Ganztagesschule für Grundschüler in der bisherigen Form so nicht mehr gibt. Ein großes Dankeschön für die vielen dort geleisteten Stunden sagte Wirler deshalb Annerose Büttner-Reinert und Uli Kaiser-Laub, auch einen Blumenstrauß gab es für Berta Kohlhuber, die für 25 Jahre bei der Nachbarschaftshilfe mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Bei aller Freude über das große Engagement und auch viele ehrenamtlich geleistete Stunden drückt die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Wolnzach doch eine Sorge - und das sind die Besuchsdienste für einsame Menschen. "Da bräuchten wir dringend jemanden, der das gerne weiter übernimmt", sagt sie. Aus Gesprächen mit früheren Besuchsdienstlern wisse sie, dass dieses Ehrenamt ein Geben und Nehmen ist, von dem alle Seiten profitierten. "Es wäre schön, wenn sich da jemand finden würde, der das gerne macht", sagt sie. Für Fragen steht Eva Wirler unter Telefon (08442) 92 52 30 zur Verfügung.

STUNDEN

Für die Nachbarschaftshilfe Wolnzach in der Caritas wurden zum Jahresende folgende ehrenamtliche Stundenzahlen eines Jahres abgerechnet:

 

Kinderpark: 612

Eltern-Kind: 411

Asylhelfer: 4097

Besuchsdienst: 95

Schulpaten und sonstige Einsatzfelder: 240

Einsatzleitung: 105

 

Insgesamt wurden in einem Jahr demnach 5560 Stunden geleistet. | WZ