Die Tochter von Landwirt Mathias Steinberger fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen. "Wir werden von hinten bis vorne verarscht, auf so vielen Gebieten."

Einer von vielen Dornen in ihrem Auge sei, wie man mit den Bauern umgehe. Die kleinen Betriebe könnten mit den Superproduzenten nicht mehr mithalten, würden verdrängt. Das Wegfallen der Milchquote etwa mache es für die Kleinen unmöglich, mitzuhalten.

"Man muss riesige Ställe haben. Aber wer kann sich in einer Landwirtschaft um 100 Kühe kümmern", fragte sie Irlstorfer. Der entgegnete fast schmunzelnd: "Es gibt Betriebe, die können das." Für Steinberger keine befriedigende Antwort. "Ja vielleicht, aber da braucht man schon wieder Personal." Irlstorfer konterte mit einer Gegenfrage: "Und ist das schlecht" Stefanie Steinberger glaubte nun wohl, nicht richtig zu hören. "Personal auf dem Land. . . ", sie stockte - vielleicht, weil sie sich fragte, ob Irlstorfer jemals versucht hatte, Personal für die Arbeit auf einem Bauernhof zu finden und einzustellen - und fügte an: "Wir brauchen doch nicht nur die Großen!" Und Erich Irlstorfer? Der sagte ganz freundlich: "Ich glaube, wir kommen da nicht zusammen." Und da hatte er ganz eindeutig recht - und vermutlich vergessen, dass er damit mit sehr vielen anderen Kleinbauern (und potenziellen Wählern) im Schrobenhausener Land wohl auch nicht zusammenkommen wird.