Bei der Spargelernte helfen noch zwei Männer aus Osteuropa, doch für die Küglers ist es selbstverständlich, die Kelle auch selbst in die Hand zu nehmen.

Mit geübten Griffen schiebt Landwirt Gerhard Kügler sein Werkzeug in die Erde und holt eine weiße Stange an die Oberfläche. "Mist, jetzt ist die Spitze gebrochen", sagt er und deutet auf eine Hohlstelle knapp nach dem Bruch. "Der hat einen Gendefekt. " Damit scheidet die Stange für den Verkauf des Klasse-I-Spargels aus, den Kunden auf dem Hof an der B13 gegenüber der Metzgerei zurzeit für 12 Euro das Kilo kaufen können.

Der Preis ändere sich übrigens in der Saison kaum, sagt Sieglinde Kügler: "Bei uns gibt es keine Schwankungen wie auf den Großmärkten, dafür ist unser Betrieb zu klein. "

Für das Ehepaar steht auch fest, dass der Spargel zu den Zeiten verkauft werden sollte, zu denen er eben wächst - auf natürliche Weise.

Eine Beheizung, die manche Spargelbauern verwenden, um das Edelgemüse früher zum Wachsen zu animieren, kommt bei den Küglers somit nicht aufs Feld. "Das ist Energieverschwendung", sagt Sieglinde Kügler.

Die Ernte erfolgt in dem Betrieb ohnehin nicht immer gleichzeitig, sondern abschnittweise, um dem Feld Zeit für Erholung zu geben. "Manchmal ernten wir auch nur alle zwei Tage", erklärt Gerhard Kügler. Mit dabei ist auch manchmal die Tochter Daniela Kügler, die 2011/2012 als Schrobenhausener Spargelkönigin amtierte.

In solch einem Betrieb weiß man natürlich auch, was sich mit dem Spargel alles anfangen lässt. Sieglinde Kügler hat jede Menge Rezepte parat - vom Gratin über Nudelgericht bis hin zur eher klassischen Spargelsuppe.