Schrobenhausen: Investoren setzen voll auf Gesundheit
Gemeinsam vor Ort auf der Baustelle: Andreas Kulle (l.), einer der Investoren aus Petershausen, und Architekt Peter Mießl, der für einen Teil der Gebäude die Planung und Bauleitung übernommen hat. - Foto: Wöhrle
Schrobenhausen
Andreas Kulle schaut zufrieden über das großzügige Gelände. Er ist Geschäftsführer zweier von drei Firmen aus Petershausen, die das ehemalige Schupik-Gelände im März 2008 gemeinsam ersteigert haben. Seither ist dort, wo früher einmal eine Möbelfabrik stand, viel passiert. Das ehemalige Wohnhaus und die dahinter gelegene Schreinerei sind komplett saniert und ausgebaut worden. Im Wohngebäude sind eine Praxis und zwei Mietwohnungen entstanden, im unmittelbar anschließenden ehemaligen Gewerbebau ist das "Gesundheitszentrum Schrobenhausen" vorzufinden: Dort befinden sich derzeit schon eine ergotherapeutische Praxis und ein ambulanter Pflegedienst. Im Erdgeschoss eröffnet demnächst eine Tagespflegeeinrichtung. Im Dezember ziehen außerdem eine Arztpraxis und eine physiotherapeutische Praxis in das Gesundheitszentrum ein.

Andreas Kulle und die weiteren Investoren haben offensichtlich aufs richtige Pferd gesetzt. Alle Räumlichkeiten in den durchsanierten Bestandsgebäuden sind bereits an verschiedene Anbieter aus dem Gesundheitsbereich vermietet. "Die Idee war, diese Einrichtungen zu bündeln", erklärt Kulle.

Noch steht die alte Fabrikhalle im hinteren Bereich des ehemaligen Industriegeländes. Im Dezember soll sie abgerissen werden und damit Platz für eine Grünanlage mit Parkplätzen machen. Rund 1000 Quadratmeter haben die Investoren für eine naturnahe Grünfläche reserviert, in die auch ein Teil des Rollgrabens mit einbezogen werden soll.

Auch der Schützenweg ist von der Baumaßnahme betroffen. Sein Verlauf und vor allem seine Breite ändern sich entscheidend. Der Schützenweg führt künftig nicht mehr eingezwängt zwischen dem Kramer-Anwesen und den ehemaligen Schupik-Gebäuden hindurch, sondern quer über die neue Gesundheits- und Wohnanlage. Bislang teilweise nur 85 Zentimeter schmal, darf sich der neue Schützenweg zwei Meter breit machen. "Wir wollen keine Gettoisierung alter Menschen", erläutert Andreas Kulle die Aufgeschlossenheit der Investoren für die Wegverlegung. "Wir wollen hin zu den Menschen. Wir sind Fans eines integrativen Konzepts."