Bis heute Mittag hat die Feuerwehr Waidhofen mit etwa 15 Mann die letzten Glutnester abgelöscht. Im Laufe des Nachmittags soll es weitere Informationen geben.
 
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Bis auf die Grundmauern brannten mehrere Gebäude eines Bauernhofs nieder.
Bernd Hofmann

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen der Polizei gegen 16.30 Uhr in einer der Stallanlagen in einem Bereich, in dem Maschinen abgestellt waren, ausgebrochen und hatte dann schnell auf die anderen Nebengebäude übergegriffen. Bei Einbruch der Dämmerung schlugen die Flammen meterhoch aus den Gebäuden, die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen.
 
Nach Angaben der Polizei alarmierten die Eigentümer selbst die Feuerwehr und trieben dann mithilfe herbeigeeilter Nachbarn die Rinder aus dem Stall hinaus ins Freie. Dann beteiligten sie sich selbst an den Löscharbeiten. Zahlreiche Feuerwehren aus den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Aichach-Friedberg waren – nachdem gegen 18 Uhr noch einmal nachalarmiert worden war – mit rund 180 Männern und Frauen im Einsatz, um die Flammen, die auch auf das Wohnhaus überzugreifen drohten, in den Griff zu bekommen.

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Das Rote Kreuz war mit 20 Helfern an der Unglücksstelle, um sich um die Verletzten zu kümmern. Wie viele Menschen zu Schaden gekommen sind, war am Abend noch nicht klar – die Rede war von sechs Verletzten, darunter der Hofeigentümer, der mit Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Zumeist waren es aber Rauchgasvergiftungen, die behandelt werden mussten, teilte die Polizei mit.
 

 

 

Die mehr als 100 Kühe und Kälber konnten offenbar allesamt rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Sie liefen laut muhend auf der dem Wind zugewandten Seite des Hofes oder drängten sich verschreckt aneinander. Die Kälber kamen bei einem Landwirt in der Nachbarschaft unter; die großen Tiere wurden im Laufe des Abends nach Niederarnbach transportiert.

Erst gegen Abend hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
Jürgen Spindler

Das Hauptaugenmerk der Feuerwehren lag darauf, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude und auf benachbarte Anwesen zu verhindern. Die beiden großen Ställe, auf deren Dächern Photovoltaikmodule montiert waren, brannten jedoch bis auf die Grundmauern nieder – gegen die riesigen Flammenwände hatten die Rettungskräfte, die zur Wasserversorgung mehrere Schlauchleitungen zur Paar aufbauten, keine Chance. Während der zum Teil wolkenbruchartige Regen zumindest verhinderte, dass der Funkenflug weiteren Schaden anrichtete, fachte der aufkommende Wind die Flammen immer wieder an.

Am Abend war der Brand nach Einschätzung der Feuerwehr unter Kontrolle, für das Wohnhaus und benachbarte Anwesen bestand offenbar keine Gefahr mehr. Man ging aber davon aus, dass sich die Löscharbeiten bis in die Morgenstunden hinziehen. Das Technische Hilfswerk (THW) half bei der Ausleuchtung der Unglücksstelle, ein Messtrupp der Berufsfeuerwehr Ingolstadt suchte nach Brandnestern. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.