Dabei beschäftigt ein Teil der Einsender, die einem Aufruf unserer Zeitung gefolgt sind, natürlich die Kommunalpolitik. Renate Euba erinnert sich daran, dass Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan wegen der bevorstehenden Sanierung des Rathauses derzeit ja ohne feste amtliche Heimat dasteht. Ihrer Meinung nach dokumentiert sich das auch im Autokennzeichen: "Stephan ohne Bleibe". Veronika Stohl aus Langenmosen treibt eher die oft beschriebene und im Volksmund gerne kolportierte Entschlussunfreudigkeit des Schrobenhausener Stadtrates um: "Stadtrat ohne Beschluss". Aber auch die Tatsache, dass im Kreiskrankenhaus seit mehr als einem Jahr keine Kinder mehr geboren werden können, beschäftigt die Langenmosenerin: "Stadt ohne Babystation".

Maximilian Monzer aus Gachenbach gehört dagegen zu den Einsendern, die sich an möglicherweise schon vergessen geglaubte Deutungen von SOB erinnern. "Saublede Oberbayern". Das sei zwar bayerisch derb, so Monzer, und damit auch nicht ganz ernst gemeint. Aber diese Deutung sei ihm - übrigens Geburtsjahrgang 1956 - noch aus Kindheitstagen bekannt und sei in dieser Zeit auch sehr verbreitet gewesen. Manfred Horst aus Berg im Gau erinnert sich noch an seine Zeiten bei einer international tätigen Firma, die Kontakte überall auf der Welt hatte, in Englisch kommunizierte und das Kürzel SOB in der E-Mail-Adresse trug, was stets zu Erheiterung bei der englischsprachigen Kundschaft führte: "Son of a Bitch" (Hurensohn).

Versöhnlich kommt da Robert Augustin mit seiner SOB-Deutung daher: "Schönes Oberbayern".