Vor vier Wochen hatte er sich mit einem Brandbrief an die Verhandlungspartner der womöglich künftigen Jamaika-Koalition gewandt, mit der Bitte, die Versorgung der Menschen auf dem Land bei der Ausrichtung der künftigen Gesundheitspolitik stärker in den Fokus zu rücken (wir berichteten). Immerhin einer der vier Adressaten hat jetzt geantwortet: CDU-Chefin Angela Merkel. Die anderen Parteien haben bisher nicht auf seine Post reagiert.

Die Kanzlerin schreibt dem Bürgermeister: "Zu Recht betonen Sie die Sicherung einer ausreichenden ärztlichen Versorgung in ländlichen Räumen und insbesondere die Versorgung mit Angeboten der Geburtshilfe und mit Hebammen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat in der vergangenen Legislaturperiode intensiv dafür gearbeitet, die Lage der freiberuflichen Hebammen zu verbessern. Uns ist bewusst, dass noch viel zu tun ist. Die Sicherung einer ausreichenden Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum bleibt eine ganz wichtige Zukunftsaufgabe. Ihre Hinweise und Anregungen nehme ich auf und setze mich dafür im Rahmen der laufenden Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Bundesregierung ein. ‹ŒFoto: Richter