Schrobenhausen: Neue Zentrale eingeweiht
Flankiert von Stadtpfarrer Josef Beyrer (l.) und dem evangelischen Diakon Philip Höhn durchschneiden Thomas Schneider, Vorsitzender der Stadtwerke, und Zweite Bürgermeisterin Inge Eberle das rote Band. Unter den vielen Gästen wär auch Ehrenbürger Karlheinz Bauer (r. unten).
Schrobenhausen

Der Brunnen vor dem neuen Gebäude steht symbolisch für eines der Hauptkernfelder der Stadtwerke: die Wasserversorgung. Entworfen und gebaut haben den Kunstbrunnen "Thomas Wächter mit seinen Wasserwerk-Jungs", sagte Thomas Schneider, Vorsitzender der Stadtwerke, bei der Eröffnung.

Der Brunnen ist das Entrée zur neuen Zentrale. Rund 800 Quadratmeter Bürofläche befinden sich in den beiden Stockwerken des Verwaltungsgebäudes. Weitere 400 Quadratmeter groß ist das Wasserwerkgebäude, in dem Werkstatt und Lager untergebracht sind. "Zweckmäßig, nicht überkandidelt, klare Strukturen und erweiterungsfähig" waren die Stichworte, die Schneider in seiner Rede aufgriff. Das Gebäude hat ein außenliegendes Treppenhaus mit Aufzug, ist also barrierefrei. Betrieben werde es weitgehend mit eigenem Strom, so der Vorsitzende der Stadtwerke.

Bei rund 1,8 Millionen Euro lagen die Baukosten, die damit sogar unter dem Planungsansatz blieben. Vor allem heimische Handwerker waren mit den Arbeiten beauftragt worden. Lob gab es vom Vorsitzenden für "die Politik", die den Neubau beschlossen und zügig umgesetzt habe. Die Bauzeit betrug rund eineinhalb Jahre. Im Juni haben die Stadtwerke das neue Gebäude bezogen.

Der Neubau sei dringend notwendig gewesen, um allen neuen Aufgabenfeldern gewachsen zu sein, sagte Zweite Bürgermeisterin Inge Eberle. In ihrer Rede sprach sie kurz die geschichtliche Entwicklung der Stadtwerke an. Längst gehören nicht mehr nur Wasser und Kanal zu den Hauptaufgaben. 2006 kamen die Photovoltaikanlagen dazu, 2012 das Feld der regenerativen Energien. 2015 übertrug die Stadt dem neu gegründeten Kommunalunternehmen die Immobiliengeschäfte und vor knapp zwei Jahren begann der Aufbau eines Wärmenetzes in der Innenstadt. "Sicher werden auch in Zukunft neue Aufgabenfelder hinzukommen", ist Eberle überzeugt. Die Stadtwerke hätten ein umfassendes Leistungsspektrum zu verwalten, betonte sie. "Ohne funktionierende Stadtwerke-Zentrale ist das nicht möglich." Damit habe auch die Platznot im bisherigen Verwaltungsgebäude ein Ende. Insgesamt ist am Standort der Stadtwerke an der Carl-Poellath-Straße nun Platz für 40 Mitarbeiter.

Bei der Segnung gingen Stadtpfarrer Josef Beyrer und der evangelische Diakon Philip Höhn auf "das Urlebensmittel Wasser" ein. Es sei längst nicht für die ganze Menschheit eine Selbstverständlichkeit, gesundes Wasser zu haben, betonte Beyrer.

Die Zentrale der Stadtwerke hat ihren Sitz im Erdgeschoss und dem ersten Stock des Neubaus. Die rund 250 Quadratmeter im zweiten Stock des Verwaltungsgebäudes wollen die Stadtwerke vermieten. Einen Wunschmieter hätte Stadtwerke-Vorsitzender Schneider auch schon: das Landratsamt.