Schrobenhausen: Freibadchef Florian Seitle blickt zufrieden auf die vergangene Saison zurück.
Freibadchef Florian Seitle blickt zufrieden auf die vergangene Saison zurück. Am Freitag werden die Türen des Schrobenhausener Freibads bis zum nächsten Sommer geschlossen.
Ehrenfried
Schrobenhausen
In diesem Jahr zog es 83 750 schwimmbegeisterte Besucher in das Schrobenhausener Freibad. Obwohl das Ziel von 88 000 Besuchern nicht erreicht wurde, ist Seitle nicht unglücklich. „Ich bin froh, dass die Acht davor steht“, sagt er zufrieden. Am 1. August besuchten sogar 2800 Schwimmer und Schwimmerinnen das Bad, was diesen Tag zum bestbesuchten der ganzen Saison macht. „Auch im Juni und Juli war es manchmal so heiß, dass wir alle den Schatten gesucht haben“, erzählt Seitle. Dieses Wetter habe natürlich zu hohen Besucherzahlen geführt.

Abgesehen von einem kleinen Stromausfall war es „eine relativ reibungslose Saison“, berichtet der Freibadchef. „Das wünsche ich mir auch für das nächste Jahr wieder“, so Seitle.

Es gab ein paar kleine Verwarnungen und nur einen Freibadverweis, aber erst nachdem keine anderen Mittel mehr halfen. „Wir richten uns da ganz nach der Haus- und Badeordnung“, sagt Seitle. Erst wenn eine Gefährdung für die Person selbst und für die anderen Badegäste bestehe, werde eingegriffen werden. Beispiele hierfür sind starker Alkoholmissbrauch oder auch Kinder und Jugendliche, die sich vorherigen Becken- oder Wasserverboten widersetzen. „Da muss man manchmal durchgreifen“, so Seitle. Die Badegäste des Freibads kommen nicht nur aus Schrobenhausen, sondern auch aus der Umgebung. Für sie ist vor allem das Ambiente ein Grund, dass sie einen weiteren Weg auf sich nehmen, um sich abzukühlen. Schließlich gibt es ein sehr abwechslungsreiches Angebot an Becken: ein Kinderbecken, ein Schwimmbecken, ein Erlebnisbecken und auch ein Springbecken. „So einen Sprungturm hat nicht jeder,“ sagt Seitle stolz. Im Schrobenhausener Freibad sei eben für jeden etwas dabei.

Auch das Personal sei sehr herzlich, was durchaus auch ein Grund für den großen Ansturm in diesem Jahr gewesen sein könnte, meint Seitle. Im Winter kann man das Personal aus dem Freibad teils im Hallenbad antreffen, das ja nur wenige hundert Meter entfernt liegt.

Für die kommende Saison sind bereits einige Neuerungen in der Planung. „Es wird definitiv einmal in der Woche ein Frühschwimmen geben, bei dem die Gäste schon ab 7 Uhr in die Becken können“, sagt der Freibadchef. Außerdem soll es bei hohen Temperaturen in den Abendstunden ab dem nächsten Jahr möglich sein, sich ab und zu auch noch bis 21 Uhr abkühlen zu können. Aber das ist noch nicht alles. „Wir haben vor, öfter kleine Events bei uns zu machen“, so Seitle. Einen großen Wunsch hat Florian Seitle allerdings noch für die Saison 2018: „Ich würde mich freuen, wenn wir unsere offenen Stellen besetzten könnten.“ Gesucht wird jemand für den Lehrberuf Fachangestellter für Bäderbetriebe, aber auch Stellen für Beckenaufsichten sind frei. „Man muss mindestens 18 Jahre alt sein und das silberne Rettungsabzeichen haben“, so Seitle.