Schrobenhausen: Geschichte, Glaube und Geld
Einen abwechslungsreichen Tag in Augsburg verbrachten die Mitglieder der Frauen-Union Schrobenhausen. - Foto: Frauen-Union Schrobenhausen
Schrobenhausen

Schon unter dem römischen Kaiser Augustus wurde die Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum gegründet.

Augsburg war für die Römer ein strategisch guter Platz: von Rom aus gut erreichbar und auch günstig gelegen für die besetzten nördlicheren und westlichen Gebiete. Noch heute sind Mauerreste aus der Römerzeit zu finden.

Augsburg war ab 738 Bischofssitz. Um 800 wurde der erste Dom gebaut, der jedoch 994 einstürzte und bis 1065 neu gebaut wurde. Der Ostchor des Doms wurde später mitten über die ursprünglich gerade verlaufende Straße gebaut.

Genauso wichtig wie die Römer waren die Fugger für Augsburg. Der Begründer des sagenhaften Vermögens kannte alle wichtigen Regeln, um reich zu werden. Berühmt bis in die heutige Zeit ist die sogenannte Fuggerei, eine Sozialsiedlung nach italienischem Vorbild.

1806 entschied Napoleon, dass Augsburg zum neu gegliederten Bayern gehören soll. Mit dieser Veränderung hielt die Moderne Einzug in Augsburg. Bedeutung erlangte die Stadt damals als Zentrum der Textilindustrie sowie später durch MAN, wo Rudolf Diesel seinen berühmten Dieselmotor erfand. Die Augsburger Börse entstand schon 1540, vorangetrieben durch die Handelsaktivitäten der Fugger. Zusammen mit der Nürnberger Börse war sie die erste Institution dieser Art in Deutschland.

Zum Besichtigungsprogramm gehörte selbstverständlich das Augsburger Rathaus mit dem goldenen Saal. Der ursprüngliche Bau entstand 1385, um 1515 wurde er renoviert und 1609 von Stadtbaumeister Elias Holl neu in seiner jetzigen Form gestaltet. Das Gebäude ist heute der bedeutendste Renaissancebau nördlich der Alpen.

Den Abschluss des Ausfluges bildete dann der Besuch des Fugger-Welser-Erlebnismuseums. Und auch hier wurde der Bogen wieder weit gespannt. Auch im 16. Jahrhundert gab es Finanzkrisen, die nur geschickt taktierende Kaufleute überlebten.