Heinrich Lechner, Chef des Schrobenhausener Seniorenbeirates, versteht die Welt nicht mehr. Er und seine Mitstreiter wollten, analog zum schon in Neuburg vorhandenen Projekt, auch in Schrobenhausen ein Seniorensiegel für die heimische Geschäftswelt einführen (wir berichteten). Beim Neuburger Stadtmarketing biss er nun auf Granit. Bei einem Gespräch, so Lechner, sei ihm von einer Mitarbeiterin klar gemacht worden, dass er keinen Zertifizierungsbogen als Anschauungsmaterial bekommen könne. Lechner gegenüber sei das mit Datenschutz begründet worden.

Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates schüttelten dazu nur noch mit den Köpfen. Monika Petry legte dem Beirat eine Unmenge von Informationsmaterial aus der Nachbarkreisstadt Pfaffenhofen zu einem ähnlichen Projekt vor.

Inzwischen habe er, wie Lechner sagte, Kontakt zur Stadtmarketinggenossenschaft Schrobenhausen (SMS) gehabt. Die neue Citymanagerin Martina Strauß habe er darum gebeten, sich das Beispielmaterial aus Neuburg zu besorgen. Das ließ auch Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) aufhorchen. Er plädierte deutlich dafür, die SMS beim Seniorensiegel mit ins Boot zu holen.

Vom Neuburger Stadtmarketing will sich Lechner bei dem Projekt auch nicht blockieren lassen. Mit Blick auf seine ehemalige Vorstandstätigkeit beim VdK sagte Lechner: Ich habe früher schon immer Ärger mit dem Stadtmarketing in Neuburg gehabt." Das mache ihm aber nichts aus, er werde sich dann eben an Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling wenden: "Zu dem habe ich immer noch einen guten Draht."

Alle Hoffnungen des Seniorenbeirates liegen nun auf der SMS. Sie solle von ihren Neuburger Kollegen nun Beispielmaterial für die Zertifizierung von Betrieben besorgen. Lechner: "Wir müssen das der Neuburger ja nicht nachmachen, dann können wir uns auch selber etwas einfallen lassen."