Schrobenhausen: Ein Interview mit dem Gründer
Ehrungen bei der Kolpingfamilie: (v.l.) Christoph und Johannes Hanisch, Präses Josef Beyrer, Maria Hanisch, Walter Hiller, Hans Stichlmair, Barbara Fieger, Karl Tyroller, Hubert Haberer, Andreas Hanisch, Willi Schwertfirm, Franz Mayer jun. und Norbert Moser - Foto: kx
Schrobenhausen

150 schwarze und orangefarbene Luftballons mit kleinen Glückwunschkärtchen, die in den eisblauen Mittagshimmel stiegen, bildeten den Auftakt des Kolping-Gedenktags. Zu dem Festtag hatten sich die Organisatoren richtig ins Zeug gelegt. Bereits die Einladung an die Mitglieder wurde in Form einer Geburtstagskarte mit persönlicher Widmung Adolph Kolpings versandt und knapp 150 der insgesamt 200 Mitglieder folgten der Einladung in den Pfarrsaal St. Jakob.

Wie die anderen mehr als 400 000 Mitglieder des Kolpingwerks, das in mehr als 60 Ländern der Erde vertreten ist, den Festtag und seinen Jubilar feierten, zeigte ein knapp zehnminütiger Film, in dem Kolpingfamilien aus allen Kontinenten ihr „Happy birthday“ in ihrer jeweiligen Landessprache überbrachten. Da wollten die Schrobenhausener auch nicht hinten anstehen und reihten sich mit ihrem Ständchen in die Riege der Gratulanten ein.

Wie bei einem solchen Anlass üblich, wurden alle Gäste mit einem Aperitif empfangen, Rebekka Hlawatsch, die kurz vor ihrem Ausbildungsstart zur Konditorin steht, hatte eine Geburtstagstorte in Form eines aufgeschlagenen Buches gezaubert, in dem das Kolpingwort „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande setzen“ zu lesen war. Als Geburtstagsgeschenk brachten die Mitglieder Fotos von sich mit, die, zu einem großen Mosaik vereint, im Foyer des Kolpinghauses aufgehängt werden.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen zeichnete die Kolpingfamilie verdiente Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue aus. So wurden Kajetan Eiglmeier, Hubert Haberer, Walter Hiller, Hans Stichlmair und Karl Tyroller für 60 Jahre, Willi Schwertfirm für 50 Jahre sowie Christoph, Maria und Johannes Hanisch für zehn Jahre Mitgliedschaft in der Kolpingfamilie geehrt.

In einem fiktiven Interview erzählte Adolph Kolping, gespielt von Tobias Behrendt, aus seinem bewegten Leben zu Beginn der industriellen Revolution in Köln und seinen Beweggründen, den Gesellenverein zu gründen, die Wurzel der heutigen Kolpingfamilien. Danach gehörte die Bühne der Kolpingjugend, die unter Leitung von Michaela Moser und Christine Hlawatsch das Stück „Weihnachten bei Jedermanns“ aufführte. Darin zeigten die Jugendlichen launig, was so alles bei Probeaufnahmen zur Weihnachtsfeier in einer Seifenoper à la GZSZ schief gehen kann; und wie jeder Beteiligte letztendlich erkennt, dass man echtes Weihnachten nicht im Fernsehstudio spielen kann, sondern zu Hause erleben muss. Jede Menge Lacher und lang anhaltender Schlussapplaus waren der Lohn.