Schrobenhausen: Doppelgeburtstag und Abschied
Stehen am heutigen Samstagabend in dieser Konstellation zum letzten Mal gemeinsam auf der Bühne: Rainer Maier (l.), der die Leitung des Blasorchesters abgibt, und Kabarettist Florian Erdle, der durch den Abend führt. - Fotos: Archiv
Schrobenhausen

Und es ist der Tag der Verabschiedung für Rainer Maier (wir berichteten).

Die Geburtstagsfeier findet an diesem Samstag, 14. Oktober, in der Dreifachturnhalle statt. Mitfeiern darf jeder, der Freude an Blasmusik hat - vom Marsch bis zu Big-Band-Sound oder auch großer Hollywood-Filmmusik ist eine Menge geboten. Der Moderator ist auch sein Geld wert: Florian Erdle, der seit vielen Jahren in Schrobenhausen lebt, ist als Kabarettist überregional längst bekannt.

Hinter dem Spektakel unter dem Motto "Allerlei Blaserei" stehen der Verkehrsverein und die Schrobenhausener Musikschule gemeinsam. Es soll kurzweilig werden. "Wir wollen nicht mit langatmigen Festreden, sondern mit einem kurzweiligen Musikabend feiern", betont Jürgen Schmidtner, der mit Thomas Hammer, Günther Schalk und Rainer Maier gemeinsam das Organisationsteam bildet. Dass Blasmusik nicht nur aus Märschen besteht, werden die Besucher an dem Abend eindrucksvoll erleben. Vier Blasmusikformationen treffen sich in der Dreifachturnhalle: Neben dem Blasorchester Schrobenhausen - zum letzten Mal unter der Leitung von Rainer Maier - sind dies die Big Band des Gymnasiums unter der neuen Leitung von Bernhard Förstl, die Marktkapelle Hohenwart mit ihrem Kapellmeister Eberhard Ade und die Diefatshefara Blasmusik. Auch "Musik zum Anschauen" können die Konzertbesucher erleben: Der Volkstanzkreis des Verkehrsvereins wird mehrere traditionelle Tänze vorführen.

Die Besucher erfahren an dem Abend auch einige Anekdoten aus der jeweils vier Jahrzehnte langen Geschichte des Verkehrsvereins und des Blasorchesters. Der Verkehrsverein war 1977 von einigen aktiven Schrobenhausenern gegründet worden - damals mit dem Ziel, das wankende Selbstbewusstsein der Stadt nach der Gebietsreform und dem Verlust des Landkreissitzes gemeinsam mit dem Umland wieder aufzupolieren.

Das Blasorchester hieß anfangs noch "Jugendblasorchester der Städtischen Musikschule". Unter der Leitung seinerzeit von Max Joseph Kiendl hat sich daraus ein musikalisches Aushängeschild der Stadt entwickelt, das unter anderem schon in New York und beim Papst aufgetreten ist.

Im ersten Teil des Geburtstagskonzerts am 14. Oktober um 19 Uhr wird das Blasorchester auch musikalisch seinen Lebenslauf untermalen. Der Bogen spannt sich vom Stück "Ein Sonntag in der Lenbachstadt" bis zu symphonischer Blasmusik von höchstem Niveau. Nach der Pause werden die Big Band des Gymnasiums Schrobenhausen, die Hohenwarter Marktkapelle und die Diefatshefara Blasmusik im Wechsel die Zuhörer akustisch verwöhnen. Im wahrsten Sinne des Wortes den Schlussakkord bildet ein eindrucksvolles Stück aller Musiker.

Karten gibt es noch an der Abendkasse zum Preis von 10 Euro für Erwachsene und ermäßigt sieben Euro.