"Das ist das absolute Maximum, das wir jemals hatten", sagt Stadtwerkechef Thomas Schneider mit Blick auf die Zahlen des Wirtschaftsplanes. Seitdem die Stadtwerke ein Kommunalunternehmen sind, ist das Investitionsvolumen von Jahr zu Jahr kontinuierlich gestiegen. Vor fünf Jahren begannen die Stadtwerke mit fünf Millionen Euro, im laufenden Jahr waren es immerhin schon 20,7 Millionen Euro. Und im kommenden Jahr sollen es 30 Millionen Euro werden. Vorausgesetzt, so Schneider, dass wirklich alle geplanten Projekte zum Tragen kommen. Die Steigerung der Investitionsvolumina sei auch der Tatsache geschuldet, dass dem Kommunalunternehmen neben der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung stets neue Aufgaben zukamen. Neben der Sparte Energie ist das Geschäftsfeld Immobilien mit dem Aufbau neuer Wohngebiete, dem Bau von Sozialwohnungen und der Vermietung von Gebäuden hinzugekommen. Genau dieses Geschäftsfeld wurde vom Stadtrat (wir berichteten) nun um die Gründung neuer Gewerbeflächen in der Stadt erweitert.

Für die Immobiliengeschäfte haben die Stadtwerke Verfügungsmittel in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Für die Entwicklung neuer Gewerbegebiete haben die Stadtwerke laut Schneider im kommenden Jahr etwa fünf Millionen Euro vorgesehen. Gelder, so Schneider, die mit den Jahren auch wieder in die Kassen der Stadtwerke zurückfließen.

Nicht anders soll es auch beim Bau der ersten Sozialwohnungen der Stadtwerke an der Bürgermeister-Götz-Straße sein. Dort soll im kommenden Jahr das erste Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen gebaut werden. "Wir warten täglich auf die Baugenehmigung vom Landratsamt", sagt Schneider. Und während der erste Bau im kommenden Jahr entsteht, sollen die Ausschreibungen für die weiteren beiden Häuser in Angriff genommen werden. Ziel sei es, so Schneider, dass im Jahr 2019 die ersten Sozialwohnungen vermietet werden könnten.

In Sachen Energie werden die Stadtwerke im kommenden Jahr auch wieder Geld investieren. Von den rund 1,4 Millionen Euro soll das Fernwärmenetz in der Innenstadt weiter ausgebaut werden, das ab 2019 und 2020 auch wirklich Fernwärme an Hausbesitzer liefern soll. Darüber hinaus möchten die Stadtwerke wieder die Mehrheit des Gasnetzes in Schrobenhausen in ihre Hände bekommen.

Natürlich stecken die Stadtwerke auch Geld in ihr Stammgeschäft - die gebührenfinanzierten Sparten Wasser und Abwasser. Das Wasserleitungsnetz soll genauso weiter saniert werden wie die Abwasserkanäle der Stadtwerke. In der Zentralkläranlage in der Hanfröste muss im kommenden Jahr das Blockheizkraftwerk erneuert werden. Und im Wasserwerk Süd soll eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichtet werden, die das Wasserwerk mit selbst produziertem Strom versorgt. "Wir wollen damit auch unserer ökologischen Verantwortung gerecht werden", sagt Schneider.

Über alle Sparten hinweg wollen die Stadtwerke im kommenden Jahr einen Gewinn in Höhe von rund 971 000 Euro erwirtschaften. Dem gegenüber stehen auch Darlehen, mit denen zahlreiche Investitionen finanziert werden. Trinkwasser und Kanal werden zum Ende dieses Jahres voraussichtlich einen Darlehensstand von fast elf Millionen Euro aufweisen, rund 300 000 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Die übrigen Sparten summieren sich auf rund 7,7 Millionen Euro, was für das Kommunalunternehmen insgesamt einen Schuldenstand von rund 18,7 Millionen Euro zum Ende dieses Jahres bedeuten wird. Bis 2020 werden die Gebühren für "Wasser, Abwasser und Niederschlagswasser nahezu unverändert bleiben", kündigt Schneider an.