Dienstag, 16.03.2010 |

 

08.02.2010 18:48 Uhr | 162x gelesen
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Zuschlag für kleine Landesgartenschau 2017


Bild: Zuschlag für kleine Landesgartenschau 2017 . Pfaffenhofen Pfaffenhofen (iso) Die Stadt Pfaffenhofen hat den Zuschlag bekommen, im Jahr 2017 die regionale Gartenschau \

Pfaffenhofen (iso) Die Stadt Pfaffenhofen hat den Zuschlag bekommen, im Jahr 2017 die regionale Gartenschau "Natur in der Stadt" auszurichten. "Der Aufwand hat sich gelohnt", freute sich Bürgermeister Thomas Herker über die Chance, jetzt nachhaltig städtebauliche Missstände zu beheben.



Bild: Das Pfaffenhofener Konzept überzeugt die Jury: Bürgermeister Thomas Herker (l.) und Landschaftsarchitekt Heinz Kindhammer sehen mit der Verwirklichung der kleinen Landesgartenschau "Natur in der Stadt" im Jahr 2017 eine große Chance für die Stadtentwicklung. Das Foto zeigt beide bei der Präsentation der Pläne beim Besuch der Jury. - Foto: Benen
Solche Defizite gibt es laut Bürgermeister vor allem bei öffentlichen Grünflächen entlang der Ilm im Verhältnis zu der verdichteten Wohnbebauung. Mit "nicht unwesentlichen Fördermitteln" könne jetzt hier städtebaulich viel bewegt werden, was für die Bürger langfristig die Wohnqualität verbessern werde, so der Bürgermeister: "Jetzt kommt die wirkliche Arbeit!"

Das Konzept, ein "grünes Band" entlang der Ilm für die regionale Gartenschau zu verwirklichen, hat die Jury beim Ortstermin am Freitag überzeugt. Die Notwendigkeit, größere Grünflächen in der Stadt zu schaffen, sei in dem vorliegenden Konzept gut erkannt worden, mit praktikablen Lösungsvorschlägen zur Umsetzung, lobte Dagmar Voß von der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen die Vorschläge, die Landschaftsarchitekt Heinz Kindhammer und Architektin Rita Obereisenbucher in Zusammenarbeit mit der Stadt erarbeitet haben.

Kernpunkt der Vision, die nun Wirklichkeit werden soll: Ein "Ilmpark" soll sich als schmaler und langgestreckter Grüngürtel entlang der Ilm durch das ganze Stadtgebiet ziehen. Dadurch soll die Ilm als Fluss durch Pfaffenhofen wieder "erlebbar" werden. Dazu sollen neue Grünflächen geschaffen und vorhandene Flächen wie die Insel neu gestaltet und alles durch Wege miteinander vernetzt werden. "Die Verantwortlichen haben ein schlüssiges und engagiertes Gesamtkonzept entwickelt, das die Bewertungskommission überzeugt hat", heißt es in der Begründung der Jury.

"Das freut uns natürlich gewaltig", sagt Landschaftsarchitekt Heinz Kindhammer. Die Verwirklichung der kleinen Landesgartenschau in Pfaffenhofen sei die "letzte Chance", um innerstädtische Grünflächen in Pfaffenhofen zu schaffen, und dies habe die Jury erkannt. "Das ist auch der Sinn der Landesgartenschau, dass man nachhaltig etwas schafft für die Bürger", so Kindhammer, der die Bewerbung der Stadt mitinitiiert hatte.

Vier Schwerpunkte prägen das Konzept des Landschaftsarchitekten für das mögliche Gartenschaugelände. Die Insel im Süden soll aufgewertet werden zur "Kulturinsel". Das große Areal von Bauhof und Recyclinghof und des ehemaligen Schlachthofs soll zu einem "Bürgerpark" umgestaltet werden. Hier könnten dann auch die Themengärten und weitere Ausstellungsbereiche für die regionale Gartenschau entstehen. Das dritte Hauptgebiet wäre ein neues Konzept für Volksfestplatz und das angrenzende Sportgelände. Und das ehemalige Campingplatzgelände sowie das Freibad könnte unter anderem mit einem beiderseitigen Ilmweg, Ufertreppen, einem künstlichen Strand und einem Steg schöner gestalten werden. Die Gesamtfläche beläuft sich auf 10,6 Hektar, abzüglich der Wasserfläche bleiben unter dem Strich 8,8 Hektar, die für die regionale Gartenschau und darüber hinaus gestaltet werden sollen.

Die vorläufige grobe Kostenschätzung zur Umsetzung beläuft sich auf rund 14 Millionen Euro, inklusive Folgekosten wie die ohnehin geplante Verlagerung von Bau- und Recyclinghof (allein rund 5,5 Millionen Euro). Der Investitionshaushalt für die kleine Landesgartenschau wird auf 5,43 Millionen Euro geschätzt, hinzu kommen etwa zwei Millionen Euro für die Durchführung der Gartenschau. Nach heutigen Stand beläuft sich die Refinanzierung durch Fördermittel und Einnahmen auf insgesamt rund 6,7 Millionen Euro.

Als nächstes muss der Vertrag zwischen der Stadt Pfaffenhofen und der Landesgartenschaugesellschaft als gemeinsame Veranstalter geschlossen werden. Ein Realisierungswettbewerb ist für 2012 vorgesehen. Neben Pfaffenhofen hatten sich Freystadt in der Oberpfalz und Mühldorf am Inn für die Ausrichtung der kleinen Landesgartenschau beworben. Wie Dagmar Voß von der Landesgartenschaugesellschaft betonte, können sich die Mitbewerber weiterhin für die Ausrichtung späterer regionaler Gartenschauen bewerben. Die überregionale große Landesgartenschau 2018 wird in Würzburg stattfinden, auch diese Entscheidung wurde gestern bekannt gegeben.

Von Isolde Asbeck


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FrageAntwort von   steini78  (12) | 10.02.2010 09:40 Diesen Kommentar melden
Falsche Baustelle

Wieso findet sich diese nicht unerhebliche Meldung eigentlich unter der Rubrik Schrobenhausen?


 

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