Langenmosen: "Bewundernswerte Liebe und Fürsorge"
Merklich ergriffen nahm Alfred Pfaffenzeller im Umweltministerium in München aus den Händen von Ministerin Ulrike Scharf das Bundesverdienstkreuz entgegen. - Foto: Bayerisches Umweltministerium
Langenmosen

Der Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.

 

Seit 1970 ist Alfred Pfaffenzeller, wie Scharf in ihrer Laudatio sagte, "in vorbildlicher Weise sozial engagiert. Mit Herz und Hingabe pflegt er seine Frau Erna und sorgt dafür, dass es ihr trotz ihrer schweren Krankheit gut geht". Schon im Alter von 30 Jahren erlitt seine Frau mehrere Schlaganfälle. Über die Jahre verschlechterte sich ihr Zustand immer wieder, vor zehn Jahren erkrankte sie zudem an Brustkrebs. Sie ist schwerbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen.

Erna Pfaffenzeller brauche, wie die Ministerin beim Festakt im Ministeriumsgebäude in München sagte, rund um die Uhr Hilfe und Zuwendung, die ihr Mann ihr "mit bewundernswerter Liebe und Fürsorge angedeihen lässt". Scharf weiter: "Zusammenhalten ein Leben lang - das ist für Herrn Pfaffenzeller keine leere Floskel, sondern ein Herzensanliegen. Nur seiner Liebe und seinem Pflichtgefühl ist es zu verdanken, dass seine Frau in vertrauter, familiärer Umgebung bleiben kann." Als Erna Pfaffenzeller die Schlaganfälle erlitt, waren die beiden Kinder des Ehepaars noch sehr klein. Alfred Pfaffenzeller habe von diesem Zeitpunkt an die komplette Erziehung übernommen, würdigte Scharf die Leistung des Langenmoseners. So gut wie alle Aufgaben habe er alleine erledigt; er habe nur die Unterstützung seiner Mutter, aber nie einen Pflegedienst in Anspruch genommen. Trotz dieser "enormen Herausforderung" habe Pfaffenzeller als selbstständiger Bauunternehmer auch den Lebensunterhalt seiner Familie bestritten - das sei wirklich "eine Herkulesaufgabe", sagte Scharf ehrfurchtsvoll.

Zum Festakt begleitet wurde Pfaffenzeller von seinem Sohn Alfred Pfaffenzeller jun. und der Langenmosener Bürgermeisterin Mathilde Ahle, die ihn auch für den Verdienstorden vorgeschlagen hatte. "Ich habe große Achtung vor solchen Menschen", sagte Ahle. Es sei bewundernswert, wie Alfred Pfaffenzeller diese vielfältigen Anforderungen unter einen Hut gebracht habe. "Er hat das gemeistert", sagte Ahle, "und da bin sehr stolz auf ihn."

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, zum Beispiel auch Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich. So steht es in den Richtlinien zur Ordensverleihung.