Karlskron: Das doppelte Kabarettchen
Ralf Winkelbeiner aus Manching begeisterte das Publikum mit seinen flotten Sprüchen. - Foto: Schittenhelm
Karlskron

Und das Publikum - knapp 200 Besucher waren ins Sportheim gekommen - kam dabei auch noch so richtig auf seine Kosten. Das Programm des Manchinger Kabarettisten Ralf Winkelbeiner wurde angeheizt vom Münchner Newcomer Michael Mauder.

Hoch erfreut durfte Christian Fackler, ein gebürtiger Karlskroner und der Papa der drei Jahre alten und am RETT-Syndrom erkrankten Miriam, dann auch stellvertretend für die RETT-Stiftung einige Schecks aus Karlskron in Empfang nehmen. Denn neben dem Eintrittsgeld werden auch die Erlöse aus dem Essensverkauf auf das Stiftungskonto gehen.

Zugleich nutzte Marianne Weichesmüller als Pfarrgemeinderatsvorsitzende die Gelegenheit, einen Teil des Erlöses aus dem Pfarrfest zu übergeben: 700 Euro sind dabei zusammengekommen. Bei anderen Vereinsveranstaltungen in Karlskron sind mithilfe der Spendenkanne von Michael Fackler 1400 weitere Euro zugunsten der Stiftung gesammelt worden.

Der medizinische und soziale Part der Benefizveranstaltung wurde kurz gehalten. Wichtiger war es, die Menschen vom Alltag abzulenken und damit "Hoffnungskreise für Miriam" zu ziehen, wie der Moderator des Abends, Fritz Kothmayr, sagte. Bereits zum dritten Mal leitete der 24 Jahre alte Michael Mauder aus München ein Kabarettprogramm von Ralf Winkelbeiner ein. Und das mit einigen Anekdoten aus dem (Münchner) Alltag eines 1,90 Meter großen Single-Mannes. Dementsprechend ging es natürlich um Beziehungen, Freunde, Weggehen und das wahre Leben in der Stadt. Trocken vorgetragen gelang es dem Münchner von Beginn an, das Publikum in Karlskron zum Lachen zu animieren.

Ralf Winkelbeiner verfolgte vor dem Saal ganz gespannt, wie alles läuft. Denn schließlich war er der Hauptact des Abends. Der 40-jährige Manchinger konnte zuletzt in Roding den zweiten Platz beim Ostbayerischen Kabarettpreis gewinnen. Seine Geschichten verpackte er in persönliche Erlebnisse. "Wenn ich erkläre, wo ich herkomme, dann meist so: In Ingolstadt gibt es den Q5, in Manching gibt die Kuh 6."

Auch lästerte Ralf Winkelbeiner über Namen. Sein eigener bilde hier keine Ausnahme. Er müsse immer erst richtigstellen, dass er nichts mit Orthopädie zu tun habe, so der Kabarettist. Apropos Namen: "Leute, denkt doch bei der Namensgebung auch mal an eure Kinder", appellierte Winkelbeiner. Er nannte als Beispiel die fiktive Familie Häusl, die ihren Sohn Ryan getauft hat: "Ryan Häusl oder für die nicht des Bayerischen Mächtigen: Reihenhaus."

Knapp zwei Stunden hatte das Publikum seine Freude am Programm des Manchingers, der auf Mundart aber auch das Dorfidyll mit den drei F setzt: Fußball, Feuerwehr und F(V)eteraner. Am Ende des Abends waren sich alle einig: Der darf gerne wieder kommen.