Junkenhofen: Rückblick, Ausblick   und am Ende nasse Füße
Foto: Helmut Steurer
Junkenhofen

Die Führungsriege der Freiwilligen Feuerwehr Klenau-Junkenhofen meisterte das Kaltwassergrillen, das ihr die FFW Alberzell zugetragen hatte, mit Bravour, so dass der Stab an die Wanderer aus Ruppertszell weitergereicht werden konnte.

Zuvor hatten bei der Jahreshauptversammlung die Neuwahlen den bisherigen Vorstand in weiten Teilen bestätigt, lediglich Gerhard Landsberger löste Thomas Schmid als Schriftführer ab und Kassier Jürgen Regau erhielt mit Jakob Wenger einen Vizekassier. Als Vorsitzender wurde Peter Wörle wieder gewählt, sein Vertreter blieb Manfred Winzeck. Beisitzer sind nun Stefan Lidl, Thomas Schmid, Stefan Rabl, Hubert Schwertfirm, Thomas Wenger und Stefan Fottner. Auch eine Ehrung stand bei der Jahreshauptversammlung an: Bürgermeister Martin Seitz ehrte Hubert Schwertfirm für 17 Jahre als Vizekommandant.

Vorsitzender Peter Wörle hatte eingangs einen Rückblick zu den Geschehnissen des vergangenen Jahres gegeben. Dabei war die Rockparty ein Meilenstein im Jahreskreis, der insbesondere dem Burschenverein finanziell für das anstehende Gründungsfest unter die Arme greifen sollte. Auch die Ramadama-Aktion wurde in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Schützenverein, dem Burschenverein und der Jägerschaft abgehalten. "Bei diesem Anlass sollten wieder mehr gesetzte Mitbürger teilnehmen", so Wörle mahnend, "denn seit Jahren werden die Mitwirkenden immer jünger und die Alten ziehen sich mehr und mehr aus der Verantwortung, obwohl sie an viele Stellen gebraucht würden". "Die Fahnenabordnung hatte es heuer griabig", fasste der Vereinsvorsteher in kurzen Worten die Aktionen der Fahnenbegleiter zusammen, da sie lediglich an Fronleichnam, dem Bürgerfest in Klenau und beim Kriegerjahrtag ausrücken musste.

Große Nachfrage hatte wieder der Feuerwehrkalender. Am Ende des Jahres fand die Weihnachtsfeier wieder besonderen Anklang. Im Ausblick kündigte der rührige Vorsitzende an, "dass heuer das Feuerwehrhaus neu geweißelt werden muss". "Um die Kosten niedrig zu halten, werden wir selber Hand anlegen müssen", war die finale Botschaft Wörles, "doch hoffen wir, dass die Gemeinde die Farbe zur Verfügung stellen wird". Zu Festteilnahmen wird die Freiwillige Feuerwehr bei den Klenau-Junkenhofener Burschen, von 30. Mai bis 3. Juni, und bei den Bavaria-Schützen, von 29. Juni bis 1. Juli, ausrücken müssen.

Kommandant Johann Ziegler berichtete über die fünf Einsätze, die 2017 angefallen waren. "Das Gros sind technische Einsätze", fasste Ziegler zusammen, "bei denen Verkehrsunfälle die größten Anforderungen darstellen". So musste einmal eine Reanimation angewandt und einmal eine Person aus einem verunfallten Fahrzeug geborgen werden. Zwei Sicherungen und die Visite bei einer hilflosen Person, die die Notalarmierung ausgelöst hatte, waren einfache Angelegenheiten. Acht Übungen und die Großübung in Klenau waren die wesentlichen Gruppenereignisse, während mehrere Mitglieder Fortbildungen zum MTA und Atemschutzträger absolvierten. "Bei der Großübung haben wir den Einsatz der Wärmebildkamera unterlassen", so der Redner selbstkritisch, "doch was wurmt ist die Tatsache, dass Mitwirkende dies sahen, aber nicht an Einsatzleiter weitergaben". - "Das müssen wir verbessern", so Ziegler, "denn da können wir zeigen, dass alle bei der Sache sind und dass einer dem anderen unter die Arme greift". Erfreut zeigte sich der Leiter der aktiven Gruppen, dass wieder zwei Jungfeuerwehrmitglieder in den aktiven Feuerwehrbereich übergetreten sind. Mit dem Hinweis, dass nach schwierigen Einsätzen psychologische Nachwirkungen mit professionellen Beratern gemildert werden können, schloss er seine Ausführungen, nicht ohne seinen Dank an Zeugwart Gerhard Landsberger, Fahrzeugwart Bernhard Ettl und an den Vizekommandanten Daniel Ziegler gerichtet zu haben. Die beiden Jugendwarte, Stefan Fottner und Daniel Ziegler als Stellvertreter, gaben die Fakten der Jugendfeuerwehr zum Besten. "Die Jugend hat mit zehn Übungen gar noch mehr trainiert als die aktiven Gruppen", erklärte Daniel Ziegler, der die Mehrheit der Aktionen mit den jungen Feuerwehrleuten absolvierte. "Wir haben neun Jugendliche aktiv, wobei drei Mädchen und sechs Jungen ihren Spaß an der Vielfältigkeit in den Übungen hatten". Über das Kennenlernen von Löschfahrzeugen, sorgten die Hydrantenkontrolle, ein Fahrzeugzerschneiden aber auch eine Übung zu den Unfallverhütungsvorschriften für ein vielfältiges Programm. Die Teilnahme bei einem Erste-Hilfe-Kurs in Alberzell, bei der Ramadama-Aktion, beim alljährlichen Wissenstest und beim Gerolsbacher Ferienpass und ein Besuch im Schrobenhausener Freibad rundeten die Aktivitäten im Jugendbereich ab. Kassier Jürgen Regau berichtete von einem gesunden und ausgeglichenen Kassenstand, der von den Kassenprüfern Hermann Geißler und Franz Ziegler initiiert zur einstimmigen Entlastung des Vorstands führte.

Bürgermeister Martin Seitz berichtete vom Feuerwehrkonzept der Gemeinde Gerolsbach, das mit Mehrheit vom Gemeinderat abgesegnet wurde. "Durch diesen Ratsbeschluss konnten wir an die Bestellung von den Feuerwehrfahrzeugen gehen", erzählte der Bürgermeister. "Und dadurch, dass wir die Ausschreibung im Hause abwickelten und mit drei Einheiten gleichzeitig eine Art Mengenrabatt erzielen konnten", freute sich das Gemeindeoberhaupt, "haben wir knapp 100 000 Euro eingespart". "Die mit dem Feuerkonzept notwendige Zusammenarbeit der Feuerwehren, insbesondere der Alberzeller und Klenau-Junkenhofener Wehr, ist schon voll im Gange und nimmt immer bessere Züge an", verkündete er das durch gemeinsame Übungen und Unterstützungsarbeiten sichtbare Zusammenwachsen. Sehr positiv kam die Meldung von Bürgermeister Martin Seitz an, dass die drei von der Gemeinde bestellten Feuerwehrfahrzeuge, von denen Junkenhofen eines erhalten wird, vorzeitig im September geliefert werden. Kreisbrandmeister Tobias Zull berichtete von den Aktionen aus der Kreisfeuerwehr.