Eine Antwort hat Bürgermeister Alfred Lengler bisher nicht bekommen. Und das ärgert ihn so, dass er inzwischen erwägt, das Landratsamt wegen Untätigkeit zu verklagen. Ende vergangener Woche habe er nun einen Brief nach Neuburg geschrieben und eine letzte Frist bis 31. Mai gesetzt, berichtet Lengler.

Dabei erwartet der Bürgermeister nicht einmal, dass er eine Abschussgenehmigung erhält. "Es war vereinbart, dass wir eine Ablehnung kriegen, damit wir vor Gericht gehen können. " Die Richter sollten dann klären, ob und unter welchen Voraussetzungen Biber getötet werden dürfen. Das hatten Lengler und sein Amtskollege Helmut Roßkopf aus der ebenfalls bibergeplagten Gemeinde Berg im Gau mit Landrat Roland Weigert ausgemacht. Lenglers Problem: Er kann nicht gegen einen Bescheid klagen, den er nicht bekommen hat. Das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen habe die Vorgehensweise noch mit den Nachbarlandkreisen, die zum Teil Abschussgenehmigungen erteilen, abstimmen wollen, weiß Lengler. Aber das alles verzögere sich inzwischen schon seit vielen Monaten - "und jetzt ist ja sowieso Schonzeit".