Gallenbach: Gallenbach wieder über B 300 erreichbar
Da kommen sie: Von der Polizei wurden die ersten Autofahrer auf zwei Spuren auf den Gallenbacher Berg eskortiert. Kurz nach der neuen Anschlussstelle Gallenbach wird's freilich wieder einspurig. In Richtung Aichach läuft es momentan auch noch auf einer Spur den Berg hinab. Erst wenn die Mittelstreifenüberfahrt am Fuße des Berges abgebaut ist, kann der Berg von beiden Seiten zweispurig befahren werden. - Foto: Edler
Gallenbach

Das stößt bei den Bewohnern von Oberneul auf Kritik. Das Straßenbauamt verteidigt indes die Maßnahme. Langfristig könnte es aber dennoch eine Lösung geben. Christoph Eichstaedt, zuständiger Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt in Augsburg, verwies auf Nachfrage nicht nur auf den Planfeststellungsbeschluss für den zweibahnigen Ausbau, in dem die Anschlussstelle Gallenbach sehr wohl als Anbindung für den Gewerbepark festgelegt wurde. Sie wurde dazu eigens ein Stück nach Süden verschoben. Eine zusätzliche Anschlussstelle eigens für den Gewerbepark war angesichts der kurzen Distanz zur neuen Gallenbacher Abfahrt nicht machbar.

Zudem bringe der jetzige Ausbau sehr wohl eine deutliche Entlastung für Oberneul, das bis dato direkt an der B300 lag. Dort sind täglich mehr als 25.000 Fahrzeuge unterwegs, davon fast 4000 Schwerlaster. Das nun zur Gemeindeverbindungsstraße abgestufte Straßenstück von der Ausfahrt bis zur Brücke nach Laimering werde laut Gutachten künftig von nur noch etwa 1300 Fahrzeugen am Tag genutzt.

Richtig spürbar wird die Entlastung freilich erst im nächsten Jahr nach Abschluss der Gesamtmaßnahme. Dann werden die von der Autobahn oder aus dem Raum Augsburg kommenden Laster an der Western-City und der ehemaligen Sondermülldeponie vorbei zur Brücke und in den Gewerbepark gelotst. Sie müssen also nicht an Oberneul vorbei. Beim Staatlichen Bauamt geht man davon aus, dass dies etwa zwei Drittel aller Fahrzeuge aus dem und ins Acht300 sein werden.

Für rund 550 000 Euro hat die Stadt Aichach die neue Gallenbacher Anschlussstelle mit dem Ortsteil verbunden. Auch ein Kreisverkehr wurde angelegt. Über den, so die Forderung der Oberneuler, könnte doch auch der Gewerbepark angebunden werden. Grundsätzlich ja, wie Bürgermeister Klaus Habermann auf Nachfrage meinte. Allerdings müsste dazu der jetzige Feldweg zwischen dem neuen Kreisverkehr und dem Gewerbepark ausgebaut werden. Nicht nur eine Kostenfrage, wie Habermann betonte, man besitze auch die dafür nötigen Grundstücke nicht. Langfristig könnte diese Verbindung aber vielleicht doch noch einmal ein Thema werden: bei einer eventuellen Erweiterung des Gewerbeparks.

Zurück zur B 300. In der letzten noch anstehenden Bauphase schrumpft die Baustelle auf rund einen Kilometer Länge im Bereich der Western-City. Bis zum angestrebten Bauende im September 2018 sind noch die westliche Fahrbahn in dem Abschnitt sowie eine 200 Meter lange Schallschutzwand bei der Western-City und ein Wildschutzzaun auf gesamter Trassenlänge herzustellen. Zudem muss noch die Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Western-City und der Straße "Am Birkfeld" vervollständigt werden; damit ist dann die direkte Anbindung von der Autobahnausfahrt Dasing zum Gewerbepark gegeben. Für diesen letzten Bauabschnitt werden noch einmal rund 15 000 Quadratmeter Asphalt eingebaut. Beachtlich sind zudem die nötigen Erdbewegungen von etwa 65 000 Kubikmetern.

Noch heuer saniert werden soll die Gemeindeverbindungsstraße aus Aichach kommend von der Unterführung der B 300 am Fuße des Gallenbacher Berges bis zum Ortsbeginn von Gallenbach. Den entsprechenden Auftrag vergab der Bauausschuss des Aichacher Stadtrates am Dienstag. Kostenpunkt: 100 000 Euro.