Fläche für einen Dorfplatz: Vor dem Gotteshaus in Brunnen soll nach dem Abriss eines Stadls ein Platz für die Allgemeinheit entstehen.
Fläche für einen Dorfplatz: Vor dem Gotteshaus in Brunnen soll nach dem Abriss eines Stadls ein Platz für die Allgemeinheit entstehen. Knapp 300 000 Euro verschlinge die Maßnahme.
Preckel
Brunnen

"Es ist nur ein Sachstandsbericht", sagte Rathauschef Wagner zu den Räten, nachdem in dem Gremium immer wieder Fragen aufgetaucht waren, wann denn mit der Maßnahme begonnen werden kann. Dass sich alles so lange hinausgezögert habe, so der Bürgermeister, habe auch daran gelegen, dass untersucht wurde, ob es nicht für die Gestaltung des Platzes eine Fördermöglichkeit gibt, denn so viel Geld sei eigentlich im klammen Haushaltssäckl der Gemeinde nicht vorhanden.

Die Bemühungen um Geld aus der Staatskasse führten zum Erfolg. Landschaftsarchitekt Karl Ecker aus Schrobenhausen, der mit der Gestaltung des Dorfplatzes beauftragt wurde, machte darauf aufmerksam, dass eventuell beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern im Rahmen des Eler-Programms 2014 bis 2020 etwas zu holen sei. Voraussetzung dafür wären aber sogenannte Förderpunkte, die nach einem ganz bestimmten Muster erfüllt werden müssten, so der Architekt. Und von diesen maximal möglichen 55 Förderpunkten erreichte Brunnen tatsächlich 35. Beste Voraussetzungen also, einen Förderantrag beim Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern zu stellen, um in den Topf für den Bereich Dorferneuerung mit kleinen Infrastrukturen hineinzurutschen.

"Die Kostenberechnung vom Planungsbüro Ecker hat ergeben, dass die gesamte Finanzierung für unseren Kirchvorplatz genau 298 916,10 Euro beträgt", informierte Bürgermeister Thomas Wagner. Eine Menge Geld für die Fläche vor der Kirche, auf der noch bis vor wenigen Monaten ein Stadel stand. Der aber ist mittlerweile abgetragen worden und das eröffnete ganz neue Blicke von der Ingolstädter Straße aus auf das Gotteshaus.

Laut der Aufstellung des Bürgermeisters würde natürlich nicht alles bezahlt von der Förderstelle. Der beantrage Zuschuss liege bei knapp 140 000 Euro (46 Prozent), an Eigenmitteln müsste die Gemeinde also rund 160 000 Euro (54 Prozent) aufbringen.