Boats (links) und Looking for Alaska rocken das Hezog-Filmtheater: Während die Gastgeber etwas poppigere und gefühlvollere Töne anschlagen, darf es bei Looking von Alaska etwas härter zugehen. Bei der sechsten Auflage des Festivals war für jeden, der vielseitige Rockmusik schätzt, was dabei.
Boats (links) und Looking for Alaska rocken das Hezog-Filmtheater: Während die Gastgeber etwas poppigere und gefühlvollere Töne anschlagen, darf es bei Looking von Alaska etwas härter zugehen. Bei der sechsten Auflage des Festivals war für jeden, der vielseitige Rockmusik schätzt, was dabei.
Fotos: Sabine Feigel
Schrobenhausen
Der attraktive Gewinn, ein Boats-Shirt, geht am Ende doch an ein Geburtstagskind im Publikum, schließlich fällt es Sänger David Beierl schwer herauszuhören, wer von den zahlreichen Fans im Herzog-Filmtheater beim letzten Song "Allright" am lautesten mitsingt. "Ich kann das jetzt nicht so entscheiden", sagt Beierl mit einem Schmunzeln. Es sind schließlich (wie immer) viele Fans von Based On A True Story dabei und die Gastgeber des Boats-&-Friends-Festivals liefern (wie immer) eine gute Show, die immer wieder auch zum Mitsingen einlädt. Und weil auch die beiden anderen eingeladenen Bands mächtig Laune haben, wird auch die sechste Auflage des Festivals zu einem gelungenen Konzertabend. "Es war wieder einmal ein voller Erfolg", stellt Boats-Bassist Simon Autenzeller hinterher zufrieden fest.
Die Band Monkey Circus eröffnete das Boats-&-Friends-Festival.
Die Band Monkey Circus eröffnete das Boats-&-Friends-Festival.
Fotos: Sabine Feigel
Schrobenhausen



Gemessen an der Zuschauerzahl ist es nach 2016 sogar der beste Abend, ein paar mehr als im ebenfalls sehr erfolgreichen Vorjahr sind gekommen. Das liegt auch an der ersten Band des Abends: Monkey Circus, die eigentlich aus Lichtenfels in Oberfranken kommen und dennoch eine große Fangemeinde im Herzog-Filmtheater versammeln. Warum das so ist? Weil Bassist Sebastian Stemmer ein waschechter Schrobenhausener ist, der den zweiten Auftritt in seiner Heimatstadt nach dem Stadtschall 2017 sichtlich genießt. Es gibt handgemachten Alternative-Rock, mit funkigen und bluesigen Elementen, und von Beginn an tanzende Menschen.
 
Fotos: Sabine Feigel
Schrobenhausen



Etwas direkter geht es dann bei Looking for Alaska aus der Oberpfalz (Velburg und Regensburg) zur Sache, die erst vor knapp zwei Wochen ihre erste EP "Passing Years" veröffentlicht haben. Alternative-Rock machen auch sie, aber halt etwas lauter und geradliniger. Auch das kommt beim Publikum an.

Und dann, zum großen Finale ihres eigenen Festivals, stehen wie immer die Boats - David Beierl (Gesang), Christian Elfinger (Gitarre), Simon Autenzeller (Bass) und Elias Böck (Schlagzeug) - auf der Bühne. Mal rockiger, mal poppiger, mal ganz gefühlvoll: Die Boats, die (nicht nur in Schrobenhausen) längst jeder kennt, enttäuschen auch diesmal nicht. Gleiches gilt für das Festival der Band, das inzwischen schon Tradition hat und auf dessen siebte Auflage sich schon jetzt die Musikfans in Schrobenhausen und Umgebung freuen dürfen.