Schrobenhausen: Die Vorstandschefin der Sparkasse Birgit Cischek (l.) begrüßte Künstler Herbert Kretschmer als neuen Künstler in der Sparkassen-Galerie am Lenbachplatz.
Die Vorstandschefin der Sparkasse Birgit Cischek (l.) begrüßte Künstler Herbert Kretschmer als neuen Künstler in der Sparkassen-Galerie am Lenbachplatz.
Tyroller
Schrobenhausen
Am Donnerstagabend eröffnete die Vorstandschefin der Sparkasse Birgit Cischek zusammen mit dem Künstler und der zweiten Bürgermeisterin Inge Eberle die Kunstausstellung. Zur Vernissage kamen rund 30 neugierige Kunstliebhaber. Gezeigt werden 20 verschiedene Gemälde - hauptsächlich Acrylarbeiten.

 

Herbert Kretschmer wurde 1949 in Buckenhof bei Erlangen geboren, aufgewachsen ist er in Augsburg. Seine Leidenschaft zu Malerei lebt er jedoch erst seit 1989 so richtig aus und ist mittlerweile auch Mitglied in mehreren Künstlergruppen sowie im Kunstverein Aichach und Schwabmünchen. Doch auch in der Sparkasse ist er längst kein Unbekannter mehr: Fast zehn Jahre ist es her, dass er zum letzten Mal in der S-Galerie in Aichach seine Werke ausstellte. Damals lautete das Thema "20" - anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums als Maler. Mittlerweile dauert es nur noch zwei Jahre, bis der Maler schon sein 30-Jähriges feiern darf.

"Doch was hat die Sparkasse mit Kunst gemeinsam?", warf Cischek in den Raum. Im Falle von Kretschmer gäbe es eine ganz klare Verbindung: Der Künstler ist eigentlich gelernter Bankkaufmann und war sogar einige Jahre in der Sparkasse in Augsburg tätig. Nach seiner Karriere in der Bank folgten eine Erzieherausbildung und das Studium der Sozialarbeit. Seine kreative Ader zeigte sich bereits Ende der 70er-Jahre als er zum ersten Mal Kurztexte und Gedichte veröffentlichte.

Dieses Mal hat es den mittlerweile in Aichach sesshaften Künstler mit seinen Gemälden nach Schrobenhausen verschlagen. Die Ausstellung "endlos - wortlos - konkret" lässt sich auf seine Anfänge als Maler zurückführen. Er kann sich noch ganz genau an einen Besuch im Schloss Neuschwanstein im Jahre 1989 erinnern, als er auf Motive des Künstlers Piet Mondrian stieß. Seitdem stellen die Mondrian-Motive für ihn eine Inspirationsquelle dar.

Von seinen 20 Werken sticht besonders das Gemälde "Kunstwecker" hervor, da es einen kleinen, aber feinen Unterschied zu den anderen Bildern gibt. Auf der Leinwand ist neben den gewöhnlichen Pinselstrichen auch eine echte Uhr angebracht. Durch diese künstlerische Eigennote hebt sich das Werk klar von den typischen Mondrian-Motiven ab.

Kretschmer macht das Malen unglaublich viel Spaß. "Manchmal heißt es aber auch Warten bis ein Farbimpuls kommt", wusste der Künstler. Obwohl in der aktuellen Ausstellung nahezu nur Acrylwerke ausgestellt werden, ist sein Schaffensbereich breitgefächert. Von Zeichnungen über Gouachen bis zu Fotoarbeiten ist alles dabei.

Kretschmers Ausstellung kann noch bis zum 1. Dezember während der Schalteröffnungszeiten in der Sparkassenfiliale am Lenbachplatz in Schrobenhausen besucht werden.