Mittwoch, 30.05.2012 |

 

07.02.2012 19:43 Uhr | 102x gelesen
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Der Leerstand der Leerstände


Schrobenhausen (mpy) Keine Leerstandsdebatte ohne das Thema NKD, beziehungsweise ehemaliges Kaufhaus Hörhammer am nördlichen Altstadteingang. „Gibt es denn da keine Möglichkeit für die Stadt, den Inhaber zu zwingen, das Gebäude wieder zu nutzen“, wollte ein Teilnehmer der Veranstaltung wissen. „Die Stadt hat da keine Handhabe“, antwortete Stadtmarketingreferent Günther Schalk, „nur wenn eine bauliche Gefahr besteht, aber nicht bei optischer Gefahr.“


Schalk erinnerte an einen Fall in der Aichacher Straße vor einer Weile, wo die Stadt tätig werden konnte, weil von einem großen Gebäude unmittelbar an der Straße Teile herabzufallen drohten. Da habe es dann die Chance gegeben einzugreifen.

Das Hörhammer-Gebäude zeige die Grenzen auf, die alle guten Ideen haben. „Wenn die Eigentümer nicht mitspielen, dann geht nichts“, sagte Schalk, und das sei hier der Fall. Auch Bürgermeister Stephan hatte schon versucht, die Eigentümer zu motivieren, ihre Haltung zu ändern. „Es war eines der frustrierendsten Gespräche in meinen fünf Jahren als Bürgermeister“, sagte er.

André Köhn von der SMS sagte, er sei schon oft mit den Eigentümern in Kontakt getreten, „es ist alles versucht worden, aber da geht nichts. Die wollen nicht.“ Sogar über eine Ausstellung mit Arbeiten des im vergangenen Jahr verstorbenen Kunstpreisträgers Rolf Höfler – Verwandschaft der Inhaber – im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhauses sei gesprochen worden, ebenfalls ohne Erfolg. Auch ein Bekleben der Schaufensterscheiben mit attraktiven großen Bildern habe man diskutiert – erfolglos.

Wie Carlhans Hoftstetter von der Schrobenhausener Bank ergänzte, seien auch andere Investoren an die Eigentümer, die ja nicht nur ein leerstehendes Gebäude in der Stadt hätten, herangetreten. „Diese Leute interessiert nicht!“, sei ihm zu Ohren gekommen.


Von Mathias Petry

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