Und die haben immerhin gerade eine Straße nach dem guten Herren benannt, der offenbar vor einigen Jahrzehnten einen guten, wenn auch nicht sonderlich detaillierten Eindruck hinterlassen hat.

In Brunnen soll ja am Gerstettener Weg ein neues Baugebiet verwirklicht werden. Mit dem Bau der dafür notwendigen Erschließungsstraße soll demnächst begonnen werden. Doch welchen Namen soll diese Straße dann erhalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch.

Bürgermeister Thomas Wagner überraschte sein Gremium, als er plötzlich eine "Pfarrer-Eberle-Straße" vorschlug. Klang gut. Aber: Wer war dieser Pfarrer Eberle eigentlich? Wie war sein Vorname? Wie lange hat der Geistliche in der Gemeinde gewirkt, und von wann bis wann war das, als er in Brunnen das Wort Gottes verkündete? Das alles konnte in der Sitzung auch auf Nachfrage nicht geklärt werden. Der 45-jährige Bürgermeister glaubte sich noch an Eberles Wirkungszeit erinnern zu können: "Irgendwann vor 50 Jahren." Das war's dann aber. Auch gestern, einen Tag nach der Sitzung, war man in Sachen Eberle noch nicht recht viel weitergekommen. "Über die Biografie des Pfarrers müssen wir erst noch recherchieren", beschied Schriftführer Ludwig Berger von der VG der Schrobenhausener Zeitung auf Anfrage.

Am Mittwoch jedoch wurde der Vorschlag des Bürgermeisters für eine Pfarrer-Eberle-Straße mit 10:2 Stimmen abgesegnet. Gemeinderat Roland Weiß hatte zwar noch die einstige Flurbezeichnung Kruglfeld ins Spiel gebracht, doch die Mehrheit im Rat wollte offenbar den Namen Eberle in Brunnen wieder bekannter machen.