Aichach: Der Durchstich
Die Bagger rollen wieder an der B 300-Baustelle. In der ersten Jahreshälfte sollen der Durchstich zwischen alter Bundesstraße und den beiden neuen Fahrbahnästen an der Kuppe des Gallenbacher Berges sowie die neue Anschlussstelle für Gallenbach realisiert werden. - Foto: Edler
Aichach

Längst beendet wurde die Winterpause an der B 300. Bereits Anfang März soll die neue Trasse über den Gallenbacher Berg befahrbar sein. Bis rauf über die Kuppe zumindest. Dort wartet noch einmal eine knifflige Aufgabe auf die Bauarbeiter: der Durchstich zwischen alter Bundesstraße und den beiden neuen Fahrbahnästen. Über den Berg geht es westlich der bisherigen Trasse entlang, oben schmiegt sich die neue B 300 im Osten an die alte Straße. Am Durchstich liegt momentan noch die Abfahrt nach Gallenbach. Sie muss für diese Bauphase, bei der auch der neue Anschluss des Ortsteils an die Bundesstraße eingerichtet wird - die Brücke dazu steht bereits - abgekoppelt werden. Soll heißen: Oben am Berg wird es mehrere Monate lang keine Abbiegemöglichkeit mehr geben. Gallenbach muss dann vorübergehend über die Ortsverbindungsstraße an der Anschlussstelle Aichach-West angesteuert werden. Es wird quasi zur Sackgasse, wobei die Verbindung über Blumenthal durch den Wald zumindest für einen Teil der Autofahrer eine Alternative bietet.

In der zweiten Jahreshälfte muss das interkommunale Gewerbegebiet von der B 300 abgehängt werden, um die neue Fahrbahn in dem Bereich fertigzustellen. Der Verkehr in und aus dem Gewerbegebiet wird über das Dasinger Sportgelände bei Laimering vorbei am Bauernmarkt zur Autobahn geleitet. Parallel dazu wird auch der zweite Brückenteil an der Western-City errichtet. Bis Ende des Jahres, so Christoph Eichstaedt vom Staatlichen Bauamt in Augsburg, soll die neue B 300 durchgehend zumindest einspurig befahrbar sein. Die endgültige Freigabe wird für 2018 anvisiert. Unter anderem müssen dann noch große Teile der alten Trasse rückgebaut werden.

Das Finale steht heuer an der Bahnunterführung nach Oberbernbach an. Bis es im Herbst so weit ist, müssen die Autofahrer noch viel Geduld aufbringen. Was fehlt, ist der zweite Kreisverkehr an der alten Baywa - der lässt sich nicht ohne Komplettsperrungen realisieren. Rund dreieinhalb Monate Bauzeit hat das Bauamt einkalkuliert. Beginn soll Anfang April in den Randbereichen sein, womit noch keine Verkehrseinschränkungen verbunden sind. Das wird sich etwa Anfang Mai ändern. Dann wird die Bahnhofstraße in dem Bereich abgeriegelt, um die Zufahrt zum künftigen Kreisverkehr und die neuen Gehwege anzulegen. Der Verkehr über die Donauwörther Straße bleibt davon unberührt. Dort wird es vermutlich Mitte bis Ende Mai ernst. Dann muss der Bahnübergang abgeriegelt werden, für den Verkehr wird eine großräumige Umleitung eingerichtet. Eichstaedt geht davon aus, dass der Kreisverkehr bis zum Ende der Sommerferien steht, um dem Schulbusverkehr wieder freie Fahrt einräumen zu können. Fußgänger und Radler sollen während der Bauzeit queren können, provisorische Zufahrten wird es für die betroffenen Firmenzufahrten kurz vor der Kreuzung geben.