Aichach: Ins Kino gehen für den guten Zweck
An ein Schulprojekt im Kongo geht ein Teil des Erlöses des Filmfestivals Aichach. Die Leiterin der Maria-Ward-Realschule in Schrobenhausen, Petra Schiele (hinten rechts), sorgt dafür, dass das Geld direkt bei dem Hilfsprojekt ankommt. - Foto: Roman Schiele
Aichach

Das Festival ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Aichach, des Cineplex-Kinos und des Rotary Clubs Schrobenhausen-Aichach. Auch die Kinofreunde Aichach, die ihr fünfjähriges Bestehen feierten, sind mit dabei. Seit Monaten ist das Organisationsteam dabei, das Festival zu organisieren und das Programm auf die Beine zu stellen.

Das, so kündigen die Veranstalter an, sei sehr abwechslungsreich und biete für jeden Geschmack etwas: Die Palette reicht von Familienfilmen über Komödien, Historienstreifen, Dokumentationen, Dramen bis hin zur pixilierten Slapstick-Komödie "Café d'Amour", die am letzten Festivaltag im Vorfilm gezeigt wird. Außerdem kommen Regisseure, Schauspieler oder weitere Mitglieder von Filmteams. So hat am ersten Tag, wenn in Zusammenarbeit mit den Filmfreunden der nach einer wahren Geschichte gedrehte Streifen "Die beste aller Welten" gezeigt wird, Regisseur Adrian Goiginger seinen Besuch angekündigt.

Das Aichacher Filmfestival ist eine Benefiz-Veranstaltung. Dank vieler Sponsoren und dem ehrenamtlichen Einsatz der Rotary-Mitglieder und zahlreicher Helfer ist es möglich, eine beträchtliche Summe für gute Zwecke zu erwirtschaften. Die Gelder gehen an ausgewählte Hilfsprojekte in aller Welt und bleiben auch in der Region. Im ersten Jahr gingen 5000 Euro an Aichacher Schulen und 15.000 Euro an ein Hilfsprojekt in Kenia, das der Friedberger Arzt Tobias Lutz und seine Frau Brenda ins Leben gerufen haben. Im vergangenen Jahr unterstützten die Veranstalter mit einem Teil des Geldes eine Brunnenbauschule im Kongo. Heuer werden die Rotarier mit den Erlösen aus dem Festival die Grundschule in Kizela im Kongo unterstützen. Mit dem Geld soll vor allem Mädchen der Weg zur Bildung erleichtert werden. Vor fünf Jahren hat der frühere Schrobenhausener Kaplan Serge Senzedi das Projekt in seinem Heimatbistum aus der Taufe gehoben. Damals wurden die Kinder in Hütten unterrichtet. Mittlerweile stehen zwei feste Gebäude, die auch mit geeigneten Möbeln ausgestattet wurden, so dass die Voraussetzungen für den Unterricht der rund 600 Schüler aus dem Ort und der Umgebung nun wesentlich besser sind. Das Projekt hat Senzedi zusammen mit der Leiterin der Schrobenhausener Maria-Ward-Realschule, Petra Schiele, ebenfalls Rotary-Mitglied, aus der Taufe gehoben. Der persönliche Kontakt stellt sicher, dass das gespendete Geld auch direkt ankommt.

Mit dem anderen Teil des Erlöses werden bedürftige Familien in Schrobenhausen und Aichach unterstützt, um Kinderarmut zu bekämpfen und den "Kindern die Teilhabe am sogenannten normalen Leben" zu ermöglichen, wie Rotary-Präsident Jürgen Schenk erklärt. Neu ist beim Filmfestival in diesem Jahr, dass es kein Festivalzelt gibt. Der Catering-Bereich ist im Innenbereich des umgebauten Cineplex-Kinos.

Das Festival beginnt täglich um 18.30 Uhr, die Filme starten um 19.30 Uhr. Am Freitag und Samstag werden zwei Filme gezeigt, Start des ersten Films ist dann um 17 Uhr. 
  • Montag, 16. Oktober: Eröffnung mit Landrat Klaus Metzger, Bürgermeister Klaus Habermann und Rotary-Präsident Jürgen Schenk. Die beste aller Welten. Besuch von Regisseur Adrian Goiginger.
  • Dienstag, 17. Oktober: Rock my heart. 
  • Mittwoch: 18. Oktober: Barfuß in Paris.
  • Donnerstag: 19. Oktober: Austreten. Besuch eines Mitwirkenden. 
  • Freitag, 20. Oktober: 17 Uhr: Amelie rennt. 19.30 Uhr: Überraschungsfilm 
  • Samstag, 21. Oktober: 17 Uhr: Maleika. 19.30 Uhr: Tulpenfieber. Vorfilm: Café D’Amour. Besuch des Regisseurs Benedikt Toniole. 
  • Der Eintritt für alle Filme beträgt zehn Euro, bei der Abnahme von mindestens fünf Karten je sieben Euro.