Die Laufabteilung des TV Riedenburg organisiert einen Hoffnungslauf für Miriam Fackler..
Die Laufabteilung des TV Riedenburg organisiert einen Hoffnungslauf für Miriam Fackler.
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Evelyne Konvalinka und Bianca Pelzer haben im Moment alle Hände voll zu tun. Die beiden Chefinnen der Laufabteilung des TV Riedenburg stecken mitten in der Organisation einer Veranstaltung, die zeitgleich mit dem Riedenburger Jahrmarkt stattfindet. Um Spenden für die Erforschung des Rett-Syndroms zu sammeln, an dem die kleine Miriam Fackler aus Riedenburg erkrankt ist, wird es am 10. September einen Hoffnungslauf geben. „Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir das machen“, erklärt Konvalinka.

Anfang des Jahres habe sie beim Einkaufen den kleinen Zettel mit einer Tonspirale dran gesehen, mit dem Miriams Eltern auf das Schicksal ihrer Tochter aufmerksam machen wollen, erzählt Konvalinka im Gespräch mit unserer Zeitung. „Hoffnung will Kreise ziehen“, steht darauf. Bei diesem Satz fühlte sie sich unwillkürlich an die Laufabteilung erinnert. „Gerade in den Wintermonaten laufen wir oft im Kreis, weil es für alles andere zu dunkel ist“, erklärt sie mit einem Augenzwinkern. Spontan kam ihr die Idee, einen Spendenlauf auf die Beine zu stellen.

Was die Organisation der Laufveranstaltung angeht, haben Konvalinka und Pelzer bereits reichlich Erfahrung. Über Jahre hatten sie unter dem Dach des TV Riedenburg den Zwei-Burgen-Lauf veranstaltet. Nach der 28. Auflage im Jahr 2015 war damit allerdings Schluss. Mit dem Hoffnungslauf wird es nun doch wieder ein Sportereignis dieser Art in der Dreiburgenstadt geben – allerdings fernab von Druck, denn alle Läufe erfolgen ohne Zeitnahme. „Es geht um die Freude an der Bewegung und darum, etwas Gutes zu tun“, sagt Konvalinka.

Start- und Zielpunkt des Hoffnungslaufes ist das TV-Sportheim. Die Zufahrt zu den Parkplätzen erfolgt über die Schleuse Haidhof. Geht es nach den Organisatorinnen, soll Bürgermeister Siegfried Lösch pünktlich um 10 Uhr den Startschuss geben. Die Läufer und Walker aller Altersklassen können zwischen einer fünf und einer rund zehn Kilometer langen Strecke wählen. „Die große Runde führt entlang des Kanals bis Einthal und über Nußhausen und die Stabbogenbrücke wieder zurück“, beschreibt Konvalinka. Wer nicht so weit laufen möchte, kann beim Kristallmuseum die Schambachtalbrücke überqueren. Es seien beides schöne Routen, betont sie. „Der Blick auf die Rosenburg ist toll“, sagt sie.

Für die Kinder ist ein eigenes Programm geplant. Zusammen mit einer Aufsichtsperson können sich die jüngsten Teilnehmer bei einem auf dem Fußballplatz aufgebauten Parcours austoben. Slackline, Stelzenlauf und Schubkarrenfahren nennen die Organisatorinnen als Stichworte. Beim TV-Sportheim gibt es darüber hinaus Kaffee und Kuchen, Würstl- und Steaksemmeln sowie Käse und Getränke. „Wir wollen ein kleines Zelt aufstellen“, sagt Pelzer. Für die Läufer gäbe es zudem Duschmöglichkeiten. Insgesamt werden gut 30 Helfer beim Hoffnungslauf mit anpacken.

Rund 150 Personen haben sich bereits angemeldet. Wer mitlaufen möchte, kann sich online unter www.miriamshoffnung.de registrieren. „Alle, die sich bis 18. August anmelden, erhalten ein Funktionsshirt kostenlos dazu“, sagt Pelzer. Das Shirt ist Weiß, in Rot ist vorne und hinten Miriams Hoffnungsspirale aufgedruckt. „Es wäre schön, wenn alle, die das Oberteil haben, es beim Lauf anziehen würden“, erklärt Pelzer. Als Zeichen der Gemeinschaft und Solidarität quasi. Die Startunterlagen können am Samstag, 9. September, zwischen 17 und 19 Uhr im TV-Sportheim abgeholt werden. Eine Nachmeldung ist aber bis zum Start möglich. „Weil wir keine Zeit nehmen, ist das diesmal ziemlich einfach“, betont Konvalinka.

Die Startgebühr von 15 Euro fließt komplett an den Verein Rett Syndrom Deutschland. Spenden, die bei der Veranstaltung getätigt werden, kommen ebenfalls diesem Zweck zugute. Bianca Pelzer überlegt, ob sie mit einer Spendenbox läuft, um auch Zuschauer ansprechen zu können. Für die Läufer haben sich Pelzer und Konvalinka etwas Besonderes einfallen lassen: „Wir planen, dass jemand sich mit Fahrrad samt Anhänger mit Musikbox unter die Menge mischt“, verrät Konvalinka. Damit wolle man den Spaßfaktor noch einmal unterstreichen. „Wer da überholt, ist selber schuld“, sagt die Rennchefin.