Den Anfang macht der Teugner Fritz Zirngibl, der seit zwei Jahren für die Bayernpartei im Kreistag sitzt und auch deren stellvertretender Landesvorsitzender ist. Mit ihm konkurrieren FDP-Kreisrat Heinz Kroiss aus Abensberg, die Neustädter ÖDP-Vorsitzende Birgit Wack aus Mühlhausen, SLU-Kreisrat Alois Schweiger aus Hienheim, der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Stephan Schweiger aus Stausacker, der frühere Kelheimer Bürgermeister Fritz Mathes (FW) sowie der CSU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Martin Neumeyer aus Abensberg um den Landratsposten. Angesichts dieser Anzahl an Kandidaten - der größten, die es bisher im Landkreis gab - gilt eine Entscheidung am 18. September als äußerst unwahrscheinlich. Stattdessen rechnen die meisten Beobachter der Politszene mit einer Stichwahl, die am 2. Oktober stattfinden soll.

Während sich die sieben Bewerber in den nächsten Monaten einen harten Wahlkampf liefern werden, wird sich der Amtsinhaber aus dem politischen Kräftemessen raushalten. Der 66 Jahre alte Hubert Faltermeier von den Freien Wählern, der altersbedingt nicht mehr antreten darf, wird als Wahlleiter fungieren ist daher zu absoluter Neutralität verpflichtet.

Der gebürtige Weltenburger hat in den vergangenen 24 Jahren die Fäden im Landkreis zusammengehalten und das Kelheimer Land nachhaltig geprägt. 1992 hatte sich der damals 43-jährige Ministerialrat in der Stichwahl gegen den heutigen CSU-Fraktionssprecher im Kreistag, Wolfgang Gural, durchgesetzt. In der Folge gewann Faltermeier drei weitere Male, stets ohne Stichwahl. 2004 erreichte er mit fast 80 Prozent gegen Peter-Michael Schmalz von der ÖDP sein persönliches Spitzenergebnis. Übrigens: Schon Faltermeiers Vater Rudolf hatte das Amt des Landrats zwischen 1967 und 1978 innegehabt.

Wer nun Nachfolger des scheidenden Kreischefs wird, entscheiden schon bald knapp 90 000 Wahlberechtigte. Bis dahin stellen sich die Kandidaten in unserer Zeitung vor.