Kelheim: Bayernpartei nominiert Fritz Zirngibl
Landratskandidat der Bayernpartei: Fritz Zirngibl. - Foto: Bayernpartei
Kelheim

Sogar der Vorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, war aus Bad Aibling angereist, um die Nominierung des Landratskandidaten zu unterstützen und um den erfolgreichen Aufbau des Kreisverbandes zu würdigen. Seit der Gründung im Jahre 2011 gehört dieser zu den am stärksten wachsenden BP-Kreisverbänden mit derzeit rund 180 Mitgliedern. Zwischen Altmühltal und Hallertau gibt es fünf aktive Ortsverbände in Teugn, Bad Abbach, Kelheim, Abensberg und Mainburg. In Saal ist ein weiterer geplant.

Zirngibl dankte für die einstimmige Ernennung und nannte auch seine Hauptthemen für die Landratswahl: Umwelt- und Tierschutz im Landkreis, Erhalt der Goldberg-Klinik in Kelheim, Förderung alleinerziehender Mütter, Kampf dem Wirtshaussterben, neue Wege im Tourismus und Veränderungen in der Asylpolitik.

Der BP-Politiker kritisierte, dass im Kreistag wichtige Landkreisthemen mit Verweis auf "Nichtzuständigkeit" gerne weggeschoben würden. Zirngibl fragt sich: "Wie kann man bei Massentierhaltung direkt vor unserer Haustüre nicht zuständig sein, wenn diese industrielle Tierhaltung dazu beiträgt, unser Grundwasser zu schädigen" Der Teugner ist Mitglied in der Bürgerinitiative "Kein Ferkelnest in Irnsing".

Bei den Krankenhäusern im Landkreis regte Zirngibl an, nicht die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund zu stellen, sondern diese als Pflicht zur medizinischen Grundversorgung für den Bürger zu betrachten. Hier dürfe es keine Einsparungen geben, die auf dem Rücken der Landkreisbürger ausgetragen werden.

Ein großes Problem sind für den BP-Kandidaten die enormen Belastungen der Kreisstraßen durch den Schwerlastverkehr. Hier spielten die "Maut-Preller" ein Rolle. Gerade an den Engpässen zwischen Bad Abbach und Kelheim komme es dabei immer wieder zu Unfällen, welche gefährliche Umleitungen über die Nadelöhre kleiner Ortschaften zur Folge hätten.

Für einen "weißblauen Politiker" wie Zirngibl ist das Wirtshaussterben nach eigenem Bekunden "ein trauriges Thema". "Das generelle Rauchverbot war ein Fehler", sagte er.

In der Asylpolitik will Zirngibl neue Wege gehen und sich keinen Maulkorb umhängen lassen: "Hier läuft einiges gewaltig schief. Die meisten Politiker sind willige Gehilfen einer Kanzlerin, die trotz immer stärkerem Widerstand in der Bevölkerung unbeirrt an ihrem ,Wir-schaffen-das-Kurs €˜ festhält. Hier muss Widerstand von unten kommen", sagte Zirngibl. Die Kommunen seien inzwischen völlig überfordert, denn die Unterbringungsmöglichkeiten seien erschöpft, die finanziellen Belastungen daraus enorm. Noch wage niemand eine Prognose, wie es weitergeht.