Martin Neumeyer (CSU)
Wahlsieger Martin Neumeyer (CSU).
Schmied
Neumeyer, der auch Integrationsbeauftragter der bayerischen Staatsregierung ist, wird damit der Nachfolger von Hubert Faltermeier (FW), der nach 24 Jahren als Kelheimer Landrat altersbedingt nicht mehr antreten durfte. Es war bereits Neumeyers dritter Anlauf auf das höchste kommunalpolitische Amt im Kreis Kelheim. In den Jahren 1998 und 2010 war er dem Amtsinhaber unterlegen.
 
Das drittbeste Ergebnis schaffte Stephan Schweiger (SPD) mit 10,1 Prozent, gefolgt von Birgit Wack (ÖDP) mit 7,4 Prozent, Alois Schweiger (Stadt-Land-Union) mit 5,7 Prozent, Fritz Zirngibl (Bayernpartei) mit 4,9 Prozent und Heinz Kroiss (FDP) mit 4,4 Prozent. Die Auszählung der Stimmen hatten die Kandidaten, bis auf Birgit Wack, die derzeit im Urlaub weilt, im Eingangsbereich des Landratsamtes mitverfolgt.
 
Faltermeier war einer der ersten Gratulanten. Er beglückwünschte Neumeyer zur Schnellmeldung. „Denn die Wahlausschusssitzung findet erst noch statt“, sagte er. Auch die unterlegenen Kandidaten schüttelten dem Wahlsieger die Hand.
 
Obwohl sich bereits früh ein Trend abgezeichnet hatte, stand das Resultat erst rund zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale fest. Neumeyer äußerte sich überrascht, den Erfolg bereits im ersten Wahlgang eingefahren zu haben. „Nun wird mein Programm umgesetzt“, kündigte er an.
 
Ausschlaggebend für den unerwarteten Erfolg dürfte Neumeyers gutes Abschneiden in der Kreisstadt gewesen sein. Der Abensberger holte hier 4,6 Prozent mehr als sein schärfster Konkurrent Mathes, der bis vor zweieinhalb Jahren Kelheimer Bürgermeister gewesen war. Generell schnitt der künftige Landrat vor allem im Süden des Kreises hervorragend ab. In Riedenburg holte er dagegen nur 46,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 42,4 Prozent.