Die Kreis-CSU  rüstet sich für die Wahlen am 14. Oktober: Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (v.l.), die Bezirkstagskandidatin Hannelore Langwieser, die Landtagskandidatin Petra Högl sowie der Landrat und Kreisvorsitzende Martin Neumeyer.
Die Kreis-CSU rüstet sich für die Wahlen am 14. Oktober: Riedenburgs Bürgermeister Siegfried Lösch (v.l.), die Bezirkstagskandidatin Hannelore Langwieser, die Landtagskandidatin Petra Högl sowie der Landrat und Kreisvorsitzende Martin Neumeyer.
Foto: Rast
Riedenburg
In Anwesenheit von Petra Högl, der CSU-Direktkandidatin für die Landtagswahl (siehe eigenen Bericht), äußerte der Riedenburger Bürgermeister harsche Kritik an der Kandidatur des früheren Landrats Hubert Faltermeier für die Freien Wähler (wir berichteten). Lösch bezeichnete dessen Entscheidung, nach eineinhalb Jahren im politischen Ruhestand wieder in den Wahlkampf zu ziehen, als "verwunderlich". Faltermeier habe viel für den Kreis Kelheim getan, aber seine Verdienste seien inzwischen abgehakt. Der frühere Landrat werde bis zur Wahl 69 Jahre alt sein, sagte Lösch und fügte hinzu: "Irgendwann muss Schicht im Schacht sein." Das gilt nach Überzeugung von Lösch auch für den 68-jährigen früheren Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU), der das Bundesinnenministerium übernommen hat.

Lösch lobte die CSU-Kandidatin Petra Högl für ihre Arbeit als Fraktionssprecherin im Kreisrat und Landrat Martin Neumeyer (CSU) für dessen Hilfe bei der Errichtung des Kreisverkehrs an der Bucher Kreuzung. Auch mit der Arbeit der Riedenburger CSU zeigte sich Lösch zufrieden. In den vergangenen sieben Jahren habe sich die Mitgliederzahl von 60 auf 88 Personen erhöht. Als Höhepunkte im vergangenen Jahr nannte er den Sommerempfang des CSU-Kreisverbandes auf der Rosenburg mit dem damaligen Finanzminister Markus Söder (CSU) und den politischen Frühschoppen beim Volksfest mit dem damaligen Ministerpräsidenten Seehofer. Bei der Bundestagswahl am 24. September habe die Riedenburger CSU mit 51,8 Prozent der Erststimmen und 49,6 Prozent der Zweitstimmen das beste Ergebnis aller Städte im Kreis Kelheim geschafft. Gleichzeitig sei dies das drittbeste Resultat aller 24 Gemeinden im Kreis gewesen, nur in Kirchdorf und Aiglsbach hätten die Christsozialen noch besser abgeschnitten als in der Dreiburgenstadt.

Für das laufende Jahr kündigte Lösch einen Sommerempfang seiner Partei in Riedenburg an. Für den politischen Frühschoppen beim Volksfest suche man einen Redner. Der Vorstand werde im Herbst oder Winter in Klausur gehen, um mit der Vorbereitung für die Kommunalwahl 2020 zu beginnen.

Lösch listete etwa 25 größere Projekte auf, die von der CSU in Riedenburg in den vergangenen Jahren in Angriff genommen worden seien. Einen Großteil des Wahlprogramms habe man abgearbeitet. "Gemeinsam die Zukunft der Großgemeinde zu gestalten, ist für uns kein leerer Slogan", betonte Lösch.

Trotz der positiven Zwischenbilanz sei in Riedenburg noch eine Vielzahl an Aufgaben zu bewältigen, erklärte Friedrich Riemhofer, der Sprecher der CSU-Fraktion im Stadtrat. Das wichtigste Thema sei die Ausweisung neuer Baugebiete. Allerdings werde es immer schwieriger, verkaufswillige Grundeigentümer zu finden, beklagte Riemhofer. "Der Grund wird nicht mehr", stellte der CSU-Kommunalpolitiker fest. Und leider seien die Preisvorstellungen der Eigentümer bisweilen überzogen.

Riemhofer forderte außerdem eine Grundsatzentscheidung zum Thema Ausbau der Windkraft auf den Jurahöhen. Es gebe einen Investor, der dort fünf oder sechs neue Anlagen errichten wolle. Mit dieser Anfrage müsse sich der Stadtrat auseinandersetzen. "Da wird heuer noch einiges passieren", prognostizierte der Riedenburger Bräu. Der CSU-Fraktionssprecher wandte sich außerdem gegen eine ausufernde Neuverschuldung der Kommune. Alle geplanten Investitionen müssten genau geprüft werden: "Es wird kein Euro ausgegeben, der nicht nachhaltig investiert ist." Riemhofer zeigte sich aber überzeugt, dass die im diesjährigen Haushalt geplanten rund 500000 Euro Neuverschuldung am Ende nicht gebraucht würden, weil nicht alle Bauten verwirklicht werden.