Der Prolog sitzt: Am Samstag um 17 Uhr wird Iniya Gottwald als Riedenburger Christkindl zu den Besuchern des Christkindlmarkts sprechen.
Der Prolog sitzt: Am Samstag um 17 Uhr wird Iniya Gottwald als Riedenburger Christkindl zu den Besuchern des Christkindlmarkts sprechen. Am Samstag und Sonntag ist auf dem Marktplatz und im Weihnachtszimmer ein buntes Programm geboten.
Erl
Riedenburg

Seine Premiere hat das neue Riedenburger Christkindl bereits hinter sich. Gleich am 1. Dezember durfte Iniya Gottwald das Weihnachtszimmer im Alten Rathaus aufsperren und das erste Fenster des übergroßen Adventskalenders dort öffnen. Für Iniya Gottwald ist das Wirken im himmlischen Auftrag allerdings nichts Neues. Einmal stand sie als helfender Engel schon zusammen mit dem Nikolaus beim Christkindlmarkt auf der Bühne und half dem heiligen Bischof, die Geschenke an die Kinder zu verteilen. "Nun bin ich wohl auf der Karriereleiter nach oben geklettert", scherzt die zwölfjährige Schülerin der Mädchenrealschule St. Anna bei ihrem ersten Pressetermin.

In ihrem goldbesäumten weißen Kleid samt sternenübersäten Ärmeln und den dunkelblonden Haaren ist Iniya ein Christkind wie aus dem Märchenbuch. Auch den Prolog, mit dem sie am Samstagnachmittag um 17 Uhr den Christkindlmarkt eröffnen wird, kann sie längst auswendig. "Der war nicht schwer zu lernen", meint sie selbstbewusst. Mama, Oma und Freundinnen mussten oft genug bei den Textübungen zuhören und als Publikumsersatz herhalten. Auf die Frage, ob sich denn vor dem großen Publikum am Samstag nicht doch etwas Nervosität einschleichen wird, gesteht sie: "Scho a bisserl." Keinen Bammel hat die junge Riedenburgerin allerdings vor dem Wetter. Egal ob es am Wochenende frostig kalt sein wird, ob Schnee fällt oder sogar Regen tröpfelt, die Zwölfjährige will tapfer durchhalten. "Ich bin ja nicht aus Zucker", versichert sie.

"Nun bin ich wohl auf der Karriereleiter nach oben geklettert."

Christkindl Iniya Gottwald

 

Als Christkindl von Riedenburg muss Iniya nicht nur auf der Bühne stehen und weihnachtliche Stimmung ausstrahlen, sondern auch das Christkindlpostamt verwalten. Es öffnet am Samstag bereits um 16 Uhr. Kinder können ihre Wunschzettel in diesen ganz besonderen Briefkasten werfen und das Christkind drückt dann den Poststempel darauf. Natürlich sorgt es auch für eine Antwort und - wo es möglich ist - auch dafür, dass die Wünsche in Erfüllung gehen. Und jedes Kind bekommt beim Posteinwurf von ihr einen kleinen Glücksstein geschenkt. Den eigenen Wunschzettel hat Iniya aber längst bei ihrer Mutter abgegeben. Ob sie sich dabei etwas für ihre Hobbys Volleyball spielen, Reiten, Musik hören oder Gitarre spielen wünscht, verrät sie natürlich nicht.

Dafür offenbart die Riedenburger Feuerwehr ohne Umschweife, was sie sich für die Besucher des Christkindlmarkts hat einfallen lassen. "Jeder, der an unserem Stand etwas kauft, bekommt ein Los", erklärt Vorsitzender Robert Egerer vorab. Als Gewinn winken Tickets für den Auftritt vom Keller Steff, der sich anlässlich der 150-Jahr-Feier der Wehr am Mittwoch, 9. Mai, im Festzelt auf dem Volksfestplatz die Ehre gibt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag werden jeweils zwei mal zwei Karten verlost. Damit will die Wehr rechtzeitig vor ihrem großen Fest die Werbetrommel rühren - und ganz nebenbei ihre Version eines perfekten Weihnachtsgeschenks präsentieren. Karten im Vorverkauf kosten übrigens 20 Euro zuzüglich Gebühren.

Ein besonderes Paket zum Christkindlmarkt schnürt auch der Riedenburger Stadtarchivar Maximilian Halbritter: Sein jüngst erschienenes Buch "Postkartengrüße aus Riedenburg Band III" ist zusammen mit dem Werk "Alte Häuser in Riedenburg" zum Preis von 40 statt 50 Euro zu haben - und zwar während der Ausstellung im Weihnachtszimmer des Alten Rathauses. Dort zeigt der umtriebige Stadtarchivar die 367 Fotografien, die im neuen Postkartenband abgedruckt sind. Außerdem präsentiert er den "Winter im Altmühltal". Zu sehen sind etwa 15 Gemälde, die das überzuckerte Altmühltal zeigen. Namhafte Künstler wie Hans Müller-Ried, Josef Rosskopf, Franz Richter, Bernhard Kühlewein schufen die Werke. "Es wird auch einen Tisch mit etwa 50 Aufnahmen von Riedenburg im Winter geben, die in den 1950er-Jahren entstanden sind", erklärt Halbritter. Geöffnet ist die Ausstellung am Samstag von 16 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 20 Uhr. Auch am Montag und Dienstag können Neugierige zwischen 14 und 18 Uhr einen Streifzug durch den von Halbritter sorgfältig zusammengestellten Blick in die Historie der Dreiburgenstadt unternehmen.

An Musik darf es beim Christkindlmarkt natürlich auch nicht fehlen. Für Abhilfe sorgen die Stadtkapelle, die Otterzhofener Bergmusikanten, die Viel-Harmonie, die Altmühltaler Blaskapelle und am Samstagabend ab 20 Uhr DJ Rich.

PROGRAMM

Samstag, 9. Dezember

16 Uhr: Öffnung des Verkaufsstände sowie des Christkindlpostamts.

 

16 bis 20 Uhr: Ausstellung "Postkartengrüße aus Riedenburg Band III" und "Winter im Altmühltal" von Stadtarchivar Maximilian Halbritter im Obergeschoss des Alten Rathauses.

 

16.55 Uhr: Anblasen des Christkindlmarktes mit einem Trompetensolo.

 

17 Uhr: Prolog des Christkindls und Begrüßung durch Bürgermeister Siegfried Lösch. Anschließend sorgt die Riedenburger Stadtkapelle unter Leitung von Florian Aschenbrenner für weihnachtliche Klänge.

 

18.45 Uhr: Vorweihnachtliche Abendstimmung mit den Otterzhofener Bergmusikanten unter Leitung von Josef Mayer.

 

20 Uhr: Weihnachtsparty auf dem Marktplatz mit DJ Rich.

 

Sonntag, 10. Dezember

10 bis 20 Uhr: Ausstellung von Stadtarchivar Maximilian Halbritter im Obergeschoss des Alten Rathauses.

 

10.30 Uhr: Weihnachtliche Melodien vom Jugendblasorchester der Viel-Harmonie im Unteren Altmühltal unter Leitung von Korbinian Wimmer.

 

13 Uhr: Öffnung des Christkindlpostamts. Für die jungen Besucher bietet der CSU-Ortsverband Riedenburg mit Unterstützung der Jungen Union die Kinderbackstube an.

 

14 Uhr: Begrüßung durch Thea Helmich, Kulturbeauftragte des Riedenburger Stadtrats. Im Anschluss lässt die Altmühltaler Blaskapelle unter Leitung von Heinz Pickel besinnliche Musikstücke ertönen.

 

16 Uhr: "Hänsel und Gretel - Weihnachtliche Kinderoper" in der Raiffeisenbank mit den Drei-Burgen-Bläsern der Stadtkapelle sowie Gisela Aschenbrenner als Erzählerin.

 

17 Uhr: Der Nikolaus kommt von Engeln begleitet auf den Marktplatz und verteilt Geschenke an alle Kinder.

 

Außerdem wird am Sonntag die Lebende Krippe mit den Tieren aus dem Fuchsgarten aufgebaut sein. | DK