Neben mehreren Geschichten rund um den Advent begeisterte das Musikertrio Ziag o mit Akkordeon, Klarinette und Trompete bei der Veranstaltung. Bernhard Hegenberger, Sprecher des Pfarrgemeinderates und zugleich Conférencier durch das zweistündige Programm, begrüßte die Gäste. "Schön, dass ihr euch heute Nachmittag für das Seniorentreffen entschieden habt - ihr sollt davon gestärkt und froh nach Hause gehen." Und um es gleich vorwegzunehmen: Die Freude war am Ende bei allen Teilnehmern groß.

Zum Auftakt der adventlichen Seniorenfeier stimmte das Trio Ziag o mit Walter Eberl aus Tettenwang, Peter Häckl aus Altmannstein und Max Pfaller aus Hexenagger das weltberühmte "Tochter Zion" an. "Freut euch über Gott, der in unserem Leben ein Licht anzünden möchte, welches durch nichts wieder ausgelöscht werden kann", sprach Hegenberger den 85 Senioren zu. Er bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen und gab seiner Freude Ausdruck, dass seit einem Vierteljahrhundert die Seniorennachmittage im Pfarrverband großen Anklang finden. Ein Grund dafür ist das Zusammenkommen zu gemütlichen Stunden, ein weiterer sicher das alljährlich bunte Rahmenprogramm, mit dem die Mitglieder des Pfarrgemeinderates die älteren Mitbürger mit lustigen Liedern und besinnlichen Geschichten erheitern.

Pfarrer Wolfgang Stowasser gab zu bedenken, dass früher in der Adventszeit Fasten angesagt war - deshalb auch die Farbe Lila in den Gottesdiensten. "Heuer ist der Advent nur drei Wochen und damit sehr kurz - deshalb: Nutzen Sie alle diese noch verbleibenden Tage zur inneren Einkehr und Besinnung", so der Geistliche. Die besten Grüße von der Marktgemeinde überbrachte Vize-Bürgermeisterin Hannelore Eichenseher. Mit den Worten der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf verdeutliche Eichenseher die Adventszeit: "Nicht auf Licht und Lampen kommt es an, und es liegt nicht an Mond und Sonne, sondern dass wir Augen haben, die Gottes Herrlichkeit sehen können."

Mit dem weltbekannten Song "Aber heidschi bumbeidschi" traf das Musikertrio den Nerv der Senioren. "Es ist doch so schön, wenn wir alle miteinander diese Strophen singen", gab ein knapp 80-Jähriger seiner Freude über diesen wunderbaren Nachmittag Ausdruck. Mit der nachdenklichen und tief gehenden Adventsgeschichte mit dem Titel "So arm - und doch so reich" regte Hegenberger zum Nachdenken an - mucksmäuserlstill war es im Saal. Zwischendurch sangen alle gemeinsam "Süßer die Glocken" und "Kling, Glöckchen klingelingeling". Nach dem gemeinsamen Kaffee mit Nusszopf und Rotweinecken lud das Trio Ziag o die begeisterten Zuhörer auf eine Reise durch Oberkrain mit bekannten Stückln ein. "Der kleine alte Wichtel macht sich auf den Weg, um die Menschen zu besuchen, die jedoch voller Hetze und Hektik durch die Straßen strömen", so die Geschichte von Silvia Eberl. Passend dazu spielte und sang das Trio "Es wird scho glei dumpa".

"Es ist der 24. Dezember, 18.30 Uhr. Draußen hat es wie jedes Jahr um diese Zeit 16 Grad über null und es regnet", so begann Souffleuse Gabi Proger den lustigen Einakter der drei Ministranten Johannes Frank, Michael Bogenberger und Oberministrantin Theresa Schmailzl. Unter dem Titel "Es weihnachtet sehr" gab es viel zu lachen und ganz viel Beifall - sehr zur Freude der drei jungen Akteure. Mit einer Brotzeit klang der Seniorennachmittag in Tettenwang aus.